So gut wie bei den Franzosen! Selbstgemachte Croissants

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Selbstgemachtes Feingebäck gehört für mich wohl zu den schönsten Leckereien aus der eigenen Küche. Es übertrifft die Qualität der Supermarktware bei Weitem und man weiß wirklich was drin steckt. Besonders viel Liebe und Hingabe!❤

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Diese goldbraunen Hörnchen sind einfach untrennbar mit einem Hauch „savoir-vivre“ verbunden. Croissants sind ein echtes Geschenk für mich. Immer wenn wir in Frankreich waren, gehörten frisch gebackene Croissants zum täglichen Leben. Ich habe mir schon lange vorgenommen, diese köstlichen Hörnchen selbst daheim zu zaubern. So mittlerweile hab ich schon einige Male selbst die Hörnchen gerollt und gebacken. …und ich bin immer wieder so glücklich darüber!

Frisch gebacken sind die Croissant einfach himmlisch. Da kann man fast nicht aufhören, so köstlich sind sie. Wenn man den Plunderteig schon im Vorrat hat, lassen sie sich auch ganz schnell zubereiten und backen. So kann man sie sogar schon zum Frühstück genießen.

Falls man noch nie selbst Plunderteig hergestellt hat, kann es etwas kompliziert erscheinen, aber keine Angst es erfordert nur etwas Aufmerksamkeit und Geduld. Der einzige Unterschied zum Blätterteig ist ja, dass noch zusätzlich Germ verwendet wird. Ansonsten braucht dieser Teig viel Hingabe beim Kneten, Ausrollen und Falten. Nur so gelingt euch der Plunderteig perfekt und er geht später herrlich auf. Ihr müsst einige Stunden einplanen, da der Teig immer wieder im Kühlschrank ruhen muss. Ich habe versucht mit meinen Bildern euch die Zubereitung so einfach wie möglich zu erklären. Ich hoffe, ihr findet meine Anleitung hilfreich und traut euch auch an die Herstellung eures eigenen Plunderteigs heran.

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Ich habe einige meiner Croissants mit etwas dunkler Schokolade (ihr könnt auch Nutella nehmen)gefüllt. Aber auch pur gebacken und dann mit etwas Marmelade (am liebsten hausgemachte Erdbeermarmelade) serviert sind die Croissants einfach nur göttlich. ❤

Die Croissants sind gebacken. Nun brauchen die französischen Gebäckwunder auch ein gemütliches Plätzchen zum Verweilen. Da kommt diese große Servierschüssel von Riverdale wie gerufen!

Könnt ihr euch noch an meine Törtchen mit Stiel erinnern? Ich habe euch ja schon öfters einen ganz bezaubernden Onlineshop für Interieur vorgestellt. Sti(e)lreich – ihr findet dort viele Artikel von bekannten Firmen wie Greengate, Ib Laursen, BloomingvilleKrasilnikoff und jetzt auch Riverdale!  Am besten ihr durchstöbert einfach nach Lust und Laune den Onlineshop und begebt euch auf die Suche nach euren persönlichen Lieblingsstücken…. Mich hat die niederländische Marke, die Stielreich jetzt neu im Sortiment hat, gleich verzaubert!

Hier das Rezept für meine Croissants:

Zutaten: (für 1 kg Punderteig)

  • 500 g Mehl
  • 1/2 Würfel Germ
  • 300 ml kalte Milch
  • 3 EL feiner Rohrzucker
  • etwas Salz
  • 250 g Butter

für die Füllung:

  • etwas dunkle Schokolade, gehackt (oder nach Belieben Nutella)

zum Bestreichen:

  • 1 Ei
  • 50 ml Milch
  • eine Prise Salz

Zubereitung:

  1. Das Mehl in eine Schüssel geben und Germ dazubröckeln. Die Milch, den Zucker und das Salz zugeben. Alles mit der Küchenmaschine zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig in einen Plastikbeutel füllen und mindestens 2 Stunden lang kühl stellen (oder auch über Nacht).
  2. Die Butter (20 Minuten vorher aus dem Kühlschrank nehmen) auf einem Bogen Backpapier legen und mit einem zweiten Bogen Backpapier abdecken. Die Butter zwischen dem Backpapier mit einem Nudelholz zu einem ca. 20 x 20 cm großen Quadrat ausrollen.
  3. Den gekühlten Germteig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem ca. 20 x 40 cm großen Rechteck ausrollen.
  4. In die Mitte des Teiges die ausgerollte Butter legen.
  5. Den Teig von beiden Seiten darüberklappen.
  6. Den Teig am Rand gut zusammendrücken, sodass die Butter vollkommen eingeschlossen ist.
  7. Den Teig nun einmal drehen und gleichmäßig zu einem Rechteck von ca. 20 x 90 cm ausrollen.
  8. Ein Drittel des Teigrechtecks zur Mitte falten. das gegenüberliegende Drittel auch darüber schlagen.
  9. Den gefalteten Teig mit etwas Mehl bestäuben, auf ein kleines Blech legen, mit Frischhaltefolie bedecken und 30 Minuten kalt stellen.
  10. So jetzt müssen wir die letzten beiden Schritte noch dreimal wiederholen. Also dabei immer den Teig einmal drehen, ausrollen, zusammenfalten und kühlen.
  11. Den fertigen Plunderteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 5 mm dick ausrollen. Kurz entspannen lassen.
  12. Ausgerollten Teig in gleich große Dreiecke schneiden. Dafür bastle ich mir eine Schablone – Basis 10 cm und Seitenlängen 20 cm.
  13. Dann nach Belieben auf der breiten Seite etwas Füllung (Schokolade) verteilen. Die Dreiecke aufrollen  – von der Basis zur Spitze hin, dabei die Spitze festhalten.
  14. Die Croissants mit viel Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
  15. Die Croissants mit einem feuchten Tuch bedecken und an einem warmen Ort ca. 1 1/2 Stunden gehen lassen. Die Größe sollte sich verdoppelt haben.
  16. Das Ei mit Milch und Salz verquirlen und die Croissant damit gleichmäßig bestreichen (nach Belieben mit ein paar Mandelblättchen bestreuen).
  17. Die Croissants müssen jetzt nur noch gebacken werden. Dafür den Ofen gut vorheizen (200°). Dann bei 160° ca. 15-20 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen und kurz auskühlen lassen.

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Noch frisch und warm genießen! So sind sie am aller, allerbesten.

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Wenn ihr nicht alle Croissants auf einmal aufessen könnt, dann gebt sie einfach 5 Minuten zum Aufbacken in den Ofen – dann schmecken die Hörnchen fast wieder wie frisch gebacken!

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Bon appétit, meine Lieben!

Lena ❤

 

 

 

Knusprig, gut verdrehtes Weißbrot!

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Dieses verdrehte Weißbrot gehört ab sofort zu unserem Lieblingsgebäck! ❤ Ein wirklich einfaches und unkompliziertes Rezept für ein ofenfrisches Brot über Nacht. Ein idealer Begleiter zu Gegrilltem, Suppen und Eintöpfe, oder einfach mit etwas Käse ein Genuss. Der Teig ist wirklich blitzschnell gemacht und kommt dann für mindestens 10-12 Stunden (am besten über Nacht) in den Kühlschrank.

Durch die lange Gärzeit  wird die Stärke in Zucker umgewandelt. Das verlangsamt das Austrocknen des Brotes und sorgt für die schön gebräunte Kruste. Dieses Brot kommt mit besonders wenig Germ aus, dadurch werden die natürlichen Aromen und der intensive Geschmack verstärkt.

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Dieses baguetteähnliche Brot stammt ursprünglich aus der Schweiz und eine Besonderheit ist die Drehung im Brot.  Den Germteig habe ich, wie es auch das Rezept vorschreibt, am Abend vorher ganz schnell hergestellt. Der fertige Hefeklops wanderte dann gut verpackt in seiner Schüssel über Nacht in den Kühlschrank. Während ich in aller Ruhe schlummere, geht der Teig schön auf…..

Am darauffolgenden Morgen, habe ich mich dann langsam ans Werk gemacht. Ganz vorsichtig und ohne den Teig zu kneten, formte ich in ganz schnell 2 Brotlaibe, drehte sie jeweils 2 – 3 mal in sich selbst und platzierte sie auf dem Backblech. So, meine Arbeit war dann mal getan, jetzt musste ich nur noch etwas warten….. So nach ca. 30 Minuten hatte ich wohlduftende, knusprige Brote auf meiner Arbeitsplatte liegen. Die „Arbeit“ hatte sich gelohnt! pain7

Also, probiert es doch mal selbst aus und überzeugt euch!

Hier das Rezept:

Zutaten (für 2 Brote):

  • 500 g Weizenmehl
  • 1 1/2 TL Salz
  • 10 g Germ
  • 300 ml kaltes Wasser
  • 1 Prise Zucker

Zubereitung:

Das Mehl mit dem Salz und Zucker in einer großen Schüssel vermischen. Germ mit dem Wasser glatt rühren und dann zum Mehl geben. Alles zu einem glatten Teig kneten. Den Teig zugedeckt über Nacht (mind. 10-12 Stunden) gehen lassen.

pain8 Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben (nicht durchkneten!). Den Teig in zwei Stücke teilen und zu länglichen Strängen ziehen. Die Stränge 3-4 mal ineinander verdrehen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.So bekommt der Teig mehr Spannung und wird in sich fluffig und elastisch. Die Brote nicht mehr gehen lassen.

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Sofort im vorgeheizten Rohr auf mittlerer Höhe backen. Ca. 15 Minuten bei 240°C, dann die Temperatur auf 220°C reduzieren und etwa weitere 10 Minuten backen (je nach gewünschter Bräunung). Die Brote auskühlen lassen und genießen!

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Bon appétit, meine Lieben!

Lena ❤

Oh là là – süße Brötchen-Liebe! Pains au chocolat

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Frankreich-Liebe! Pains au chococlat – Liiiiiebe! ❤

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So letztens habe ich wieder einmal eine große Portion Plunderteig gemacht und ein Teil davon wurde zu zauberhaften Pains au chocolat.  Der andere Teil wurde zu einem Danish verarbeitet (das Rezept verrate ich euch in die nächsten Tagen). Eine wirklich schöne Wochenend-Nachmittagsbeschäftigung in der Küche.

Ich habe euch ja schon einmal erzählt, dass Plunderteig selber zu machen wirklich kinderleicht ist. Traut euch einfach ran. Ihr schafft das! Der größte Anreiz: Es schmeckt tausendmal besser als gekauft!

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Falls man noch nie selbst Plunderteig hergestellt hat, kann es etwas kompliziert erscheinen, aber keine Angst es erfordert nur etwas Aufmerksamkeit und Geduld. Der einzige Unterschied zum Blätterteig ist ja, dass noch zusätzlich Germ verwendet wird. Ansonsten braucht dieser Teig viel Hingabe beim Kneten, Ausrollen und Falten. Nur so gelingt euch der Plunderteig perfekt und er geht später herrlich auf. Ihr müsst einige Stunden einplanen, da der Teig immer wieder im Kühlschrank ruhen muss. Ich habe versucht mit meinen Bildern euch die Zubereitung so einfach wie möglich zu erklären. Ich hoffe, ihr findet meine Anleitung hilfreich und traut euch auch an die Herstellung eures eigenen Plunderteigs heran.

Also den selbstgemachten Teig hätten wir dann mal! Dann brauchen wir nur noch wirklich gute Schokolade. Ich nehme da gerne eine 60%ige Valrhona. Glaubt mir die Qualität der Schokolade ist bei guten Pains au chocolat sehr wichtig. Zusätzlich kann man noch etwas Orangenabrieb und Marzipan hineinfüllen.

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Selbstgemachte Pains au chocolat zum Frühstück, zum Brunch oder zum Nachmittagskaffee….. Ich glaub es gibt doch nichts Schöneres am Wochenende! Ihr könnt den Teig fertig gefaltet einfach im Kühlschrank lagern und am Morgen dann die Pains au chocolat formen und backen. Falls euch das am frühen Morgen auch etwas zu viel Arbeit ist dann formt die Pains au chocolat fix fertig, deckt sie ab und stellt sie bis in der Früh in den Kühlschrank. Dann braucht ihr sie einfach nur mehr in den Ofen schieben. Während ihr dann den Frühstückstisch deckt, backen eure Pains fröhlich dahin und kommen dann gleich ins Körbchen.

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Brrr.. bei diesem kalten Wetter heißt es ab in die Backstube und Pains au chocolat backen!

Hier das Rezept:

Für den Plunderteig: (ergibt ca. 25-30 Pains au chocolat)

  • 520-550 g Mehl
  • 7 g Trockengerm
  • 50 g Zucker
  • 1 TL Salz
  • 125 ml warmes Wasser
  • 280 ml Milch
  • Mark 1/2 Vanilleschote
  • 1 Ei
  • 250 g Butter

Für die Füllung: 

  • 25-30 Stückchen Schokolade (je ca. 40 g)
  • nach Belieben etwas Orangenabrieb, Marzipan
  • ein Ei zum Bestreichen
  • eine Handvoll Mandelblättchen, zum Bestreuen

Zubereitung:

Das Mehl, Germ, Zucker und Salz vermischen. Das Wasser mit der Milch, dem Ei und Vanillemark verschlagen. Dann zum Mehl geben und zu einem glatten Teig verkneten (mit der Küchenmaschine). Dann noch einmal mit der Hand auf einer bemehlten Arbeitsfläche kneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und ca. 15 Minuten in den Kühlschrank legen.

Die Butter mit etwas Mehl bestäuben und mit einem Nudelholz auf ca. 20×20 cm ausrollen. Dann in Folie wickeln und kühl stellen.

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Den gekühlten Germteig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem ca. 20 x 40 cm großen Rechteck ausrollen.

In die Mitte des Teiges die ausgerollte Butter legen.

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Den Teig von beiden Seiten darüberklappen.

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Den Teig am Rand gut zusammendrücken, sodass die Butter vollkommen eingeschlossen ist.

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Den Teig nun einmal drehen und gleichmäßig zu einem Rechteck von ca. 20 x 50 cm ausrollen.

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Ein Drittel des Teigrechtecks zur Mitte falten. das gegenüberliegende Drittel auch darüber schlagen.

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Den gefalteten Teig mit etwas Mehl bestäuben, auf ein kleines Blech legen, mit Frischhaltefolie bedecken und ca. 20 Minuten kalt stellen.

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So jetzt müssen wir die letzten beiden Schritte noch dreimal wiederholen. Also dabei immer den Teig einmal drehen, ausrollen, zusammenfalten und kühlen.

(Jetzt könnt ihr zum Beispiel auch eine Hälfte einpacken und einfrieren)

Ein letztes Mal den Teig ca. 5 mm dick ausrollen und in kleine Rechtecke ca. 8- 12 cm schneiden.

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Auf jedem Rechteck eine Linie Schokolade platzieren und aufrollen. Nach Belieben noch etwas Orangenabrieb und Marzipan daraufgeben ( Marzipan hab ich vorher mit etwas Butter und Eiklar vermixt).

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Diese kleine Rollen in einem warmen Ort  ca 2 Stunden aufgehen lassen, bis der Teig doppelt so groß ist.

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Die großen Rollen mit Ei bepinseln.

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Im vorgeheizten Backofen bei 200°C für ca. 20 Minuten goldbraun backen.

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So die fertigen Pains au chocolat noch etwas auskühlen lassen und schon könnt ihr reinbeißen!

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Bon appétit, meine Lieben!

Lena ❤