Frühstück auf Französisch! Brioches à tête mit Rhabarber-Curd

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 Frühstück vom Feinsten – fast wie in Frankreich! ❤ 

So meine Lieben, heute habe ich ganz was Besonderes für euch! Bei uns gab es diesen Morgen kleine Brioches à têtes (Brioches mit Köpfchen). Ich sag euch, die sind soooo gut! Vielleicht wäre das ja auch etwas, das ihr morgen für eure Mamis zum Muttertagsfrühstück zaubern möchtet. Da werden die Gesichter strahlen!

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Meine Familie und ich lieben es am Wochenende ausgiebig und lecker zu frühstücken. Meist gibt es gutes Brot, Käse, Gemüse und Joghurt mit frischem Obst. Aber hin und wieder (jaaa heute war es wieder einmal soweit) lasse ich mir was einfallen und überrasche meine Liebsten am frühen Morgen mit einer selbstgemachten Köstlichkeit.

Das Geheimnis eines fluffigen Teiges ist ihn einige Stunden (über Nacht) im Kühlschrank gehen zu lassen. So kann er sich langsam entwickeln und erreicht besonders viel Geschmack. So am nächsten Morgen wird der Teig dann geformt und man gönnt ihm noch ein Stündchen (oder mehr) Ruhezeit, dann wird er endlich gebacken.

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Ja ok, diese Brioches sind nur etwas für euch, wenn ihr gerne etwas später frühstückt oder (so habe ich es heute gemacht) ihr überwindet euch und holt den Teig schon früh morgens aus dem Kühlschrank  und könnt dann noch einmal eine kleine Runde schlummern gehen.  Ich war heute in der Früh wirklich motiviert. Um halb sieben (für mich ist das am Wochenende eigentlich viel zu früh) bin ich aus dem Bett gekrochen um den Briocheteig aus dem Kühlschrank zu holen. So dann ging es ab ans Förmchen befetten, Teig portionieren, zu Kugeln formen…. Der Teig bekam dann ein Stündchen oder auch etwas länger Ruhezeit und ich machte es mir auch noch mal kurz im Bett gemütlich. Als ich dann wieder in die Küche marschierte… huch der Teig ist aber schööön gewachsen.  Na da freute ich mich und schob die Teiglinge gleich mal in den Ofen.

In der Zwischenzeit wird schnell der Tisch gedeckt und Kaffee gemacht… Dann sind die Brioches auch schon fertig (ja das Backen geht ganz flott).

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So fing unser Tag heute mit einem ausgedehnten leckeren Frühstück an. Na habt ihr jetzt auch Lust euch ein petit déjeuner wie in Frankreich auf euren Tisch zu zaubern… ? Es geht ganz einfach, erfordert nur etwas Geduld, aber es lohnt sich! Wirklich!

Noch leicht ofenwarm schmecken uns die Brioches am allerbesten. Aber glaubt mir, wenn ihr die einmal gebacken habt, bleiben sie nicht lange unangefasst….

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Diese Brioches à têtes sind weich und duftig-locker! Das Geheimnis ist: die Sahne (Obers) macht sie so mega fluffig und daher zum Liebling auf unseren Frühstückstisch.

Den Teig müsst ihr unbedingt genügend Zeit zum Gehen lassen, nur dann kann er sich langsam, aber sicher zu einem Prachtstück entwickeln.

Achja, wenn ihr keine Briocheförmchen oder nicht genug habt könnt ihr auch ein Muffinblech benutzen und die Brioches darin backen. Richtige Süßschnäbel können auch noch Schokostückchen unter den Teig mischen.

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Zu meinen Brioches gab es noch ein köstlich, fruchtiges Rhabarber-Curd, welches ich auch schon am Vorabend gezaubert hab und wir dann genüsslich auf die Brioche gelöffelt haben. Ihr könnt die Brioches aber auch mit Butter, guter Marmelade oder Honig servieren….

C’est très délicieux! ❤

Hier das Rezept:

Zutaten Brioches:  (für ca. 10 kleine Brioches und eine große Brioche)

  • 500 g -550 g Weizenmehl
  • 200 g Obers
  • 2-3 EL Milch
  • 2 Eier
  • 1 Eiklar
  • 70 g Zucker
  • eine Prise Salz
  • Abrieb 1/2 Bio Zitrone
  • Mark 1/2 Vanilleschote
  • 15 g Germ (ca. 1/3 Würfel)
  • etwas Milch+1 Eidotter zum Bestreichen

Rhabarber-Curd: (für ca. 2 Gläser)

  • 200 g Rhabarber
  • eine Handvoll Himbeeren
  • Mark 1/2 Vanilleschote
  • 80 g Zucker
  • 3 Eidotter
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Zitronensaft
  • 80 g Butter

Zubereitung:

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Am Vorabend bereiten wir den Teig zu. Dafür Obers mit Milch und Vanillemark lauwarm erwärmen und Germ darin auflösen.  Das Mehl mit den Eiern, dem Eiklar, dem Zucker, Salz, Zitronenabrieb und der Obers-Milchmischung in eine Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Alles in der Küchenmaschine ca. 10 Minuten kneten lassen. Evtl. etwas Mehl zugeben. Den Teig herausnehmen und mit den Händen zu einer glatten, geschmeidigen Teigkugel kneten.

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Den Teig in eine große Schüssel geben und mit Frischhaltefolie abdecken. Den Teig bei Zimmertemperatur ca. 1 Stunde gehen lassen.

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Die Schüssel dann in den Kühlschrank stellen und den Teig über Nacht gehen lassen.

So am nächsten Morgen geht’s dann weiter!

Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche stürzen und zugedeckt ca. 15 Minuten ruhen lassen.

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In der Zwischenzeit die Briocheförmchen gut mit Butter ausstreichen.

Vom Teig ca. 18 gleich große Portionen (à ca. 60 g) abnehmen oder 10 kleine und eine große Portion (für eine große Brioche) und zu Kugeln formen. Aus dem übrigen Teig kleine Kügelchen formen (das werden unseren têtes). Die großen Teigkugeln in die Förmchen geben und jeweils in die Mitte eine tiefe Mulde hineindrücken.

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Die kleine Kügelchen in die Mulden setzen.

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Die Brioches abgedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen (bei 50°C im Ofen) oder zwei Stunden bei Zimmertemperatur, bis sie ihr Volumen deutlich vergrößert haben.

Einen Eidotter mit etwas Milch verquirlen und die Brioches damit bestreichen.

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Im Backofen bei 180°C ca. 15-20 Minuten goldbraun backen.

In den Förmchen kurz abkühlen lassen und dann herausnehmen.

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Rhabarber Curd:

Rhabarber in Scheiben schneiden und mit 2 EL Zucker mischen. 30 Minuten ziehen lassen. Bei mittlerer Hitze ca. 8 Minuten unter Rühren weich kochen.

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Himbeeren, Vanillemark und Zitronensaft zugeben und pürieren. Eidotter mit restlichem Zucker, Salz über heißem Wasserbad schaumig schlagen. Erst Püree dann die Butterwürfel unterrühren. Rhabaraber-Curd noch heiß in Gläser füllen und kühl stellen.

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Die Brioches à têtes mit dem Rhabarber-Curd servieren! Dazu noch ein oder auch zwei Schälchen Kaffee…. der Tag kann so lecker beginnen.

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Lasst euch die Brioches schmecken und habt einen schönen Muttertag!

Bon petit déjeuner!

Lena ❤

 

 

 

 

 

 

Zitronig, frisches, Löffelerlebnis! Lemon Curd – Joghurt – Creme

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Der Frühling kommt! ❤

Also ich bin schon mal in Frühlingsstimmung. Egal, ob das Wetter mitspielt oder nicht.  Gestern war es den ganzen Tag herrlich sonnig, da bekam ich schon richtig Frühlingsgefühle und man konnte den Frühling schon riechen. Da musste gleich schnell ein fruchtig, frisches Dessert gezaubert werden, das zu dieser super Stimmung passt.

Da mir vom Wochenende noch ein Gläschen Lemon Curd von meiner Tarte übrig geblieben ist, hab ich mir damit ein Dessert im Glas überlegt. Kleine Baisertupfen waren von meinem Backtag auch noch übrig, also wanderten diese gleich mit hinein ins Glas. Diese sorgen noch für einen schönen Crunch-Effekt. Ihr könnt auch jegliche andere Kekse (z.B. Shortbread) zerbröseln und mit hineinschichten.

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Dieses Dessert ist sehr schnell gemacht und wirklich super lecker. Da sind die Gläser ratz fatz ausgelöffelt. Das nächste Mal werde ich gleich die doppelte Menge machen. Vier Gläser waren da eindeutig zu wenig (aber ich hatte nur mehr ein Glas Lemon Curd). Das Lemon könnt ihr ruhig in doppelter oder dreifacher Menge machen und dann in einem Glas mit Deckel im Kühlschrank lagern.  Dieses Curd schmeckt auch toll als Brotaufstrich, ein Klecks im Frühstücksjoghurt oder auch als frische Kuchenfüllung.

Ich bin curdisiert! Das heißt ihr werdert noch so einige Curd-Rezepte von mir bekommen. Freut euch schon mal und ran ans Curd kochen!

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Hier das Rezept: 

Zutaten (für vier Gläser – ich empfehle gleich die doppelte Menge):

Lemon Curd:

  • 1 Ei
  • 1 Eidotter
  • 60 g Staubzucker
  • 2 TL Maizena
  • 60 ml Zitronensaft
  • Abrieb 1/2  Bio-Zitrone
  • 40 g kalte Butter, in Stückchen

Joghurt-Creme:

  • 200 g Obers
  • 350-400 g griechisches Joghurt
  • Mark 1/2 Vanilleschote
  • Abrieb 1/2 Bio Zitrone
  • 2 EL Staubzucker

Außerdem: 

  • 2-3 Handvoll Baisers (Rezept) oder Shortbread-Kekse

Zubereitung:

Für das Lemon Curd das Ei mit den Dotter und Zucker hellschaumig schlagen. Zitronensaft, Schale und Maizena unterrühren. Die Masse in einen Topf geben und unter ständigen Rühren bei mittlerer Hitze dicklich einkochen lassen (ca.5 Minuten). Den Topf vom Herd nehmen und die kalten Butterstückchen unterrühren. Den Topf mit Frischhaltefolie abdecken und ganz abkühlen lassen.

Für die Creme Obers cremig steif schlagen. Joghurt, Vanille, Zitrone und Zucker unterrühren.

Die Baisers oder die Kekse grob zerbröseln.

So jetzt geht’s ans Einschichten!

Zuerst je 2 EL Creme am Boden der Gläser verteilen. Darauf eine Schicht Lemon Curd geben (da kann man ruhig etwas großzügiger sein). Dann die zerbröselten Baisers oder Kekse in die Gläser geben. Diesen Vorgang wiederholen, bis die Gläser zum Rand gefüllt sind. Mit einem Klecks Lemon Curd und ein paar Baiserbrösel abschließen.

Die Creme bis zum Servieren kühl stellen.

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Viel Vergnügen beim Löffeln!

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Bon appétit, meine Lieben!

Lena ❤