Süsser Kuchen-Klassiker! Bienenstich

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Summ, summ, summ! Bienchen summ herum!
Such in Blumen, such in Blümchen
dir ein Tröpfchen, dir ein Krümchen!
Summ, summ, summ! Bienchen summ herum!

So meine Lieben bei mir schwirren heute keine Bienchen herum, dafür aber leckere Kuchenstückchen! ❤

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Autsch – ein Bienenstich im Mund, das kann gefährlich sein! Außer es handelt sich um den bekannten und wirklich köstlichen Kuchen. Der kann, wenn man ein Stückchen zu viel davon ist, aber auch gefährlich werden (aber nur für die Figur).

Ich frage mich wie der wohl zu seinem stacheligen Namen kam? Wisst ihrs? Ich habe mich da mal schlau gemacht….

Es gibt eine alte Geschichte: Der Kuchen wurde in der Stadt Andernach erfunden. Die Bewohner der Nachbarstadt Linz waren sauer: Der Kaiser hatte den Andernachern Geld zugesprochen, das den Linzern nun fehlte. Wütend griffen die Linzer Andernach im Morgengrauen an. Zwei Andernacher Bäckerlehrlinge hörten das Getöse. Sie naschten gerade Honig aus Bienenstöcken an der Stadtmauer. Als die Lehrlinge die Angreifer sahen, warfen sie die Bienenstöcke nach ihnen. Wütende Bienen stechen heftig! Die Linzer ergriffen die Flucht. Um das zu feiern, erfanden die Andernacher einen Kuchen, den Bienenstich!

So zumindest erzählt es die alte Geschichte. 

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Wie wir alle wissen, ist  Bienenstich ein traditioneller Germteigkuchen, der auf der Oberseite einen Belag aus Mandel-, Zucker-, Honig-,Obersmasse hat,  die beim Backen karamellisiert (so lecker). Nach dem Backen wird der Blechkuchen mit einer herrlichen Vanillecreme gefüllt.

Ein wahrer Kuchenklassiker, der also auch bei mir nicht fehlen darf. Meine Eltern waren begeistert, als sie erfuhren, dass es heute Bienenstich gibt.  Seine Raffinesse erhält er durch die knusprige und karamellige Mandelschicht und durch die lockere Vanillecreme.  Den perfekten Genuss setzt ein gutes Verhältnis von Teig und Füllung voraus (der Teig darf nicht zu hoch sein).

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Einfach in der Zubereitung aber umso leckerer im Geschmack. Für diesen Kuchen müsst ihr euch allerdings etwas Zeit nehmen (also ein perfekter Wochenend-Kuchen). Zuerst muss eine Konditorcreme (eine Art Vanillepudding) gezaubert und wieder abgekühlt werden. Dann kommt ein Germteig in die Schüssel. Dieser wird dann zu einem Rechteck ausgerollt und mit der Mandelkruste bestrichen. Rein in den Ofen und goldbraun backen lassen (der Duft strömt schon durch die Küche). Dann den Kuchen vorsichtig waagrecht halbieren.  Da ist etwas Gefühl gefragt, aber für euch ist das bestimmt auch kein Problem!

Wie ihr ja wisst bin ich kein großer Fan von Buttercremen, aber hier mach ich einmal eine Ausnahme und mische auch etwas Butter in die Creme. So einen Bienenstich isst man ja nicht sooo oft. Da kann sich einmal so eine Sünde schon erlauben. Ach, was ist schon eine Sünde, wenn es der Seele gut tut und glücklich macht!

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Ein ganz klassischer Kuchen ohne Schnörkel aber mit viel viel Liebe gebacken. ❤
Glaubt mir, das schmeckt man!

Hier das Rezept:

Zutaten:

Für den Germteig:

  • 500 g Mehl
  • eine Prise Salz
  • 200 ml Milch
  • 50 g Butter
  • 2 EL Zucker
  • 30 g Germ (Hefe)
  • 2 Eier
  • 2-3 EL Marillenmarmelade zum Bestreichen

Für die Vanillecreme-Füllung:

  • 600 ml Milch
  • 1 Vanilleschote
  • 100 g Zucker
  • 5 Eidotter
  • 50 g Maizena
  • Saft einer halben Orange
  • 200 g weiche Butter
  • 250 g Obers (Sahne)

Für den Mandelbelag:

  • 80 g Butter
  • 3 EL Honig
  • 1 EL Zucker
  • 100 ml Obers
  • 150 g Mandelblättchen
  • 1 Bio-Orange, Abrieb

Zubereitung:

Zuerst bereiten wir eine Konditorcreme zu. Dafür die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Die Milch in einen Topf geben, Vanillemark und die Schote dazu und einmal aufkochen. Den Topf vom Herd nehmen und ca. 20 Minuten ziehen lassen.

Die Eidotter mit dem Zucker dickschaumig schlagen. Maizena und 2-3 EL Orangensaft unterrühren. Die Vanillemilch durch ein Sieb dazugießen und verrühren.  Alles wieder in den Topf gießen und die Mischung unter Rühren bei mittlerer Hitze kochen lassen, bis eine puddingartige Creme entsteht (wichtig immer schön rühren!).  Die Creme mit Frischhaltefolie abdecken (direkt auf die Creme legen, dass sich keine Haut bildet). Kühl stellen.

Für den Germteig das Mehl mit dem Salz in einer großen Schüssel mischen. Die Milch mit der Butter lauwarm erhitzen. Zucker zugeben. Germ hineinbröckeln und darin auflösen.

Die Milchmischung und die Eier zum Mehl geben und alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Nach Belieben noch einmal mit den Händen durchkneten. Den Teig ca. 1 Stunde zugedeckt aufgehen lassen.

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Für den Mandelbelag die Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Obers, Zucker und Honig zugeben und alles unter Rühren aufkochen lassen. Mandelblättchen und die Orangenschale untermischen. Abkühlen lassen.

Den gegangen Germteig auf einem leicht bemehlten Backpapier zu einem ca. 20×30 cm großen Rechteck ausrollen. Den ausgerollten Teig auf ein Blech legen und mit einer Gabel ein paar mal einstechen. Die Mandelmischung auf den Teig streichen. Den Teig nochmal ca. 15-20 Minuten gehen lassen.

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Den Kuchen bei 160°C (HL) ca. 30 Minuten backen (falls die Kruste zu braun wird, mit Alufolie abdecken). Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

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So jetzt kommt ein leicht kniffliger Schritt! Der Boden muss einmal waagrecht halbiert werden. Dafür einmal vorsichtig mit einem großen Sägemesser durchschneiden. Die Unterseite auf eine Kuchenplatte legen. Ich bestreiche dann den Teig gerne mit etwas Marillenmarmelade.

Für die Füllung die weiche Butter (sie muss wirklich weich sein) cremig schlagen. Dann nach und nach (am besten esslöffelweise) die Konditorcreme dazugeben und unter die Butter rühren. Obers cremig steif schlagen und zuletzt unter die Vanillecreme heben.

Die Creme auf den unteren Teil des Kuchen streichen und gleichmäßig verteilen.

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So ich schneide dann die obere Platte gleich in Stücke und lege die Stücke dann auf die Creme und drücke sie leicht an. So lässt sich der Kuchen viel leichter portionieren.

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Den Bienenstich jetzt mindestens eine Stunde kühl stellen.

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So der Bienenstich kann nun serviert werden!

Bon appétit, meine Lieben!

Lena ❤

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Habt einen schönen und leckeren Sonntag!

Widerstehen? Keine Chance! Pekannuss-Karamell-Schnecken

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Wie ihr ja schon wisst, lieben meine Familie und ich Germteigschnecken in allen Varianten. ❤  Ob mit Vanillecreme und Schokolade gefüllt, wie in diesem Rezept oder mit Karamell und aromatischen Nüssen. Wir sind einfach immer entzückt, wenn diese Leckereien auf den Tisch kommen.

Für mich gibt es ja nichts Schöneres an einem kühlen Herbsttag in der Küche zu stehen, in Ruhe meinen Teig zu kneten und einen ultraleckeren Kuchen daraus zu backen. Mein Ofen hat ja schon dutzende Stunden Hitze auf dem Buckel und wird einfach nicht müde. Genau wie ich und meine Lust zu backen. Diesmal hole ich für euch meine super saftigen Pekannuss-Karamell-Schnecken aus dem Ofen.

Der Teig dieser Germteigschnecken ist einfach umwerfend. Durch etwas Kartoffelpüree darin wird er leicht und luftig. Diesen Tipp habe ich von der wunderbaren Cynthia Barcomi und man kann dadurch den Teig wirklich gut auflockern. Ihr könnt es natürlich auch klassisch ohne Kartoffelpüree machen, aber probiert es doch mal aus und überzeugt euch selbst davon.

Das Besondere an dieser Köstlichkeit (die wir so sehr lieben)  ist der Karamell, der auf den Boden der Springform kommt und dann nach dem Backen die ganzen Schnecken umhüllt. Gekrönt wird die ganze süße Geschichte noch von aromatischen Pekannusskernen und ein paar Cranberries. Pekannüsse sind ja meine heimlichen Favoriten unter den ganzen Nüssen und ich liebe es, sie in Süßspeisen zu verarbeiten. Man bekommt sie nicht immer und überall, dafür ist es für mich immer eine ganz besondere Freude, diese kleinen Schätzchen daheim zu haben.

Wie bei allen Germteigspeisen muss man bei der Zubereitung etwas Geduld aufbringen, aber wie ich immer so gerne sage…. Glaubt mir es lohnt sich!

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Hier das Rezept:

Zutaten:

Für den Teig:

  • 1 große Kartoffel (ca. 130 g)
  • 60 g weiche Butter
  • 1 Ei
  • 125 ml Milch
  • 125 ml Buttermilch
  • 1/2 Würfel Germ
  • 650 g Mehl
  • 1 TL Kardamom, gemahlen
  • 60 g  Zucker
  • 1/2 TL Salz

Für den Karamell:

  • 130 ml Ahornsirup
  • 2 TL Goldsirup (z.B. von Alnatura oder Grafschafter Goldsaft)
  • 2 EL Rohrzucker
  • 60 g Butter
  • 100 g Pekannüsse
  • 50 g Cranberries, getrocknet

Für die Füllung:

  • 2 EL Goldsirup
  • 60 g Butter
  • 3 EL Rohrzucker
  • 1 TL Zimt

Zubereitung:

Für den Teig zuerst einmal die Kartoffel weich kochen. Kartoffel schälen und mit der Butter glatt stampfen. Das Ei, die Milch und die Buttermilch zugeben. Den Germ mit 1 EL vom Zucker glatt rühren und dann mit der Milchmischung verrühren.

Das Mehl mit dem Zucker, Salz und Kardamom mischen. Die Flüssigkeit zugeben und alles mit der Küchenmaschine gut verkneten, bis ein glatter Teig ensteht.

Den Teig in einer bebutterten Schüssel ca. 1 Stunde lang zugedeckt aufgehen lassen.

Für den Karamell den Ahornsirup, Goldsirup, Zucker und Butter in einen Topf geben und aufkochen lassen. Den Karamell auf den Boden einer Springform gießen und gleichmäßig verteilen. Die Pekannnüsse und die Cranberries daraufgeben.

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Für die Füllung den Goldsirup mit der Butter schmelzen. Den Zucker mit dem Zimt mischen.

Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen (ca. 30x40cm) und mit dem Sirup bestreichen.

Dann mit dem Zimtzucker bestreuen und eng aufrollen. Die Teigrolle in ca. 3 cm dicke Schnecken schneiden und in die Form setzen.

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Jetzt noch einmal für ca. 30 Minuten gehen lassen.

Die Schnecken bei 180°C ca. 30 Minuten lang backen. Herausnehmen und kurz in der Form rasten lassen.

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Dann auf einen großen Teller stürzen.

Die einzelnen Schnecken mit einem Messer voneinander teilen und einfach nur genießen.

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So ich verkuschel mich jetzt mit meiner Riesenschnecke und einer Tasse Tee und machs mir so richtig gemütlich!

Bon appétit, meine Lieben und viel Spaß beim Nachbacken!

Eure Lena ❤