Gaumenkino! Fenchel-Empanadas mit Kernölaioli

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So meine Lieben, heute habe ich ein ganz besonderes steirisches Schmankerl für euch!

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Dieses Buch nennt sich „Gaumenkino“ und ist ein wahrer Kocbhuch-Schatz. Wie ihr ja wisst, wohne ich momentan in Graz und dort gibt es das gleichnamige kleine Restaurant „Gaumenkino“. Ich hab schon so einiges von diesem Lokal gehört und jetzt nachdem ich dieses Buch durchgestöbert habe, ist mir eines sofort klar geworden. Ich muss schleunigst mal ins Gaumenkino!

Die Inhaber des Gaumenkinos (die Buchautoren), Angela Hirman und Ernst M. Preininger legen besonders viel Wert auf Saisonalität, Regionalität und verarbeiten ausschließlich Produkte aus der Region.

„Wir wollen von Anfang an den Beweis erbringen, dass es möglich ist, absolut saisonal zu kochen, ohne dabei auf den Genussfaktor und auf Ausgewogenheit verzichten zu müssen.“

Dieses Buch hat mich so in den Bann genommen, da ich genau die gleiche Koch-Philosphie vertrete. Im Gaumenkino findet man genau wie bei mir Fleisch nur selten auf der Speisekarte. Ein paar wirklich schöne Fleischrezepte sind mit dabei, aber ganz so wie ich es auch sehe: Hin und wieder Fleisch, dafür aber höchste Qualität, dann wird’s was Gutes.

In dem Buch wird mit so vielen unterschiedlichen Rezepten gezeigt, wie man Gerichte kreativ variieren kann – je nachdem, welche Lebensmittel das jahreszeitliche Angebot gerade bereit hält.

Das Kochbuch versammelt Rezepte für die warme und kalte Jahreszeit. Diese Aufteilung finde ich sehr gut und vor allem übersichtlich. Die Küche des Gaumenkinos kombiniert vertraute Klassiker mit vielfältig inspirierten und spannenden Ideen.

So jetzt wollt ihr bestimmt wissen, was im Gaumenkino steckt. Ja ich verrate es euch:

  • Über 160 erprobte Rezepte mit saisonalen Zutaten
  • Eine umweltbewusste und nachhaltige Küche
  • Leicht verständliche und ausführliche Anleitungen
  • praktische Grundrezepte (wie z.B. Erdäpfel- oder Nudelteig), Schritt für Schritt erklärt
  • Klassiker aus Omas Küche (wie z.B. meine geliebten Erdbeer-Topfen-Knödel)  und neue, moderne Rezepte (wie z.B. meine ausprobierten Fenchel-Empanadas)
  • und natürlich wunderschöne Bilder

Ein paar Rezepte sind mir schon beim Allerersten Durchblättern in die Augen gesprungen. Als ich diese Fenchel-Empanadas mit Kernöl-Aioli gesehen habe, wusste ich sofort, diese werden am Wochenende ausprobiert. Meine Familie und ich sind ja große Aioli-Liebhaber und als echte Steirer finden wir die Variante mit Kernöl einfach göttlich.

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Dann entdeckte ich auch gleich noch eine Polenta-Pizza, die mit buntem Gemüse belegt war… ach die Idee fand ich großartig und schon befand sie sich schon im Ofen und machte meine Liebsten und mich furchtbar glücklich (das Rezept dazu bekommt ihr in den nächsten Tagen – heute sind einmal die Empanadas an der Reihe).

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Wenn es dann wieder etwas kälter wird, probiere ich bestimmt noch die knusprigen Polentanockerl mit cremigen Sellerie-Apfel-Nuss-Salat aus. Huch das klingt schon so gut! Auch die Erdäpfel-Schafskäse-Fritter, der gebackene Hokkaido-Kürbis, das Erdäpfel-Karotten-Chili mit Maisbrot und der Marillenkuchen „Upside down“ stehen schon auf meiner Koch- und Backliste und warten auf ihren Einsatz.

Ich kann dieses Kochbuch nur jedem empfehlen, der die kreative und vor allem die vegetarische Küche liebt. Alle Rezepte sind sehr gut verständlich geschrieben und somit denke ich auch für Anfänger in der Küche gut geeignet. Beim Durchblättern und betrachten der ausgesprochen schönen Bilder wird die Lust aufs Selberkochen geweckt (bestimmt auch bei dem ein oder anderen Kochmuffel).

Ich mach mirs jetzt mit meinem Gaumenkino auf dem Liegestuhl gemütlich und wünsche euch viel Vergnügen mit diesen Empanadas, die ich für euch gezaubert habe.

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So jetzt komm ich endlich zu den unglaublich köstlichen Empanadas mit Fenchel und der zum Reinlegen leckeren Kernölaioli. Glaubt mir da würde man sich wirklich gerne reinsetzen 🙂

Die Zubereitung ist gar nicht schwer und geht mit etwas Hilfe (beim Füllen und Formen) auch ganz schnell. Zuerst wird ein einfacher Topfenteig (ein tolles Grundrezept) geknetet. Während dieser im Kühlschrank ruht, bereiten wir die Fenchel-Fülle vor. Der Teig wird ausgerollt, runde Kreise werden ausgestochen, mit der Fülle belegt und zu Halbmonden geformt. Schön sehen sie aus!

Ab in den Ofen damit, bis sie schön goldbraun sind. In der Zwischenzeit zaubern wir ganz flott unsere Kernölaioli und freuen uns darauf die Empanadas darin eintunken zu können.

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Probiert diese Empanadas unbedingt aus und glaubt mir, eure Gäste werden euch dafür lieben!

Das Rezept habe ich bei der Füllung ganz leicht nach meinem Geschmack abgewandelt und zur Aioli hab ich noch etwas Knoblauch und Joghurt dazu geschmuggelt.

Hier das Rezept:

Für den Teig:

  • 150 g Mehl
  • 150 g Topfen
  • 75 g Butter
  • Salz

Für die Fülle:

  • 1 Fenchelknolle
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Karotte
  • ein kleiner Schuss Weißwein
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Butter zum Anbraten
  • 2-3 Thymianzweige
  • 1 Ei zum Bestreichen
  • 2-3 TL Leinsamen zum Bestreuen

Für die Kernölaioli:

  • 2 frische Eidotter
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas Fleur de Sel
  • 1 TL Dijon Senf
  • 150 ml Kürbiskernöl
  • 2 EL Joghurt
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

  1. Für den Teig alle Zutaten zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. In Folie wickeln und für 30 Minuten kühl stellen.
  2. Für die Fülle die Fenchelknolle fein nudelig schneiden. Die Karotte und die Zwiebel in kleine Würfel schneiden. Das Gemüse in Butter anbraten (ca. 10 Minuten). Mit einem Schuss Weißwein ablöschen und zugedeckt weichdünsten. Mit Salz, Pfeffer und Thymian gut abschmecken. Das Gemüse abkühlen lassen.
  3. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und rund ausstechen (ca. 5-6 Zentimeter).
  4. Die Ränder mit verquirltem Ei bestreichen und in die Mitte jeweils einen Klecks Fenchelfülle geben. Zu Halbmonden zusammenklappen und die Ränder gut verschließen.
  5. Die Empanadas auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und mit Ei bestreichen. Mit Leinsamen bestreuen.empanadas2
  6. Bei 180°C ca. 15-20 Minuten goldbraun backen.
  7. Für das Aioli die Knoblauchzehe mit dem Salz zermusen (mit dem Mörser geht das sehr gut). Eidotter und Senf zugeben und mit dem Schneebesen glatt rühren. Kernöl im dünnen Strahl einfließen lassen und dabei mit dem Schneebesen rühren, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Zuletzt Joghurt unterrühren und mit Salz, Pfeffer abschmecken.
  8. Die Empanadas mit dem Aioli servieren.

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Bon appétit, meine Lieben!

Lena ❤

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Achja, die liebe Angela Hirman hat übrigens auch Ernährungspädagogik in Graz studiert…. ja wir haben schon ein paar Gemeinsamkeiten. In etwa einem Jahr hab auch ich mein Studium agbeschlossen und wer weiß… vielleicht steh ich dann auch bald in meinem eigenen kleinem Lokal und darf meinen Traum verwirklichen, mein eigenes Kochbuch zu schreiben.


An dieser Stelle noch ein großes Dankeschön an den Verlag Löwenzahn, der mit dieses Buch zur Verfügung gestellt hat.

Der Frühling kann kommen! Lachsforellenfilet mit Champignon-Risotto an Kernöl-Sauce und Radieschensalat

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So meine Lieben, heute starte ich mit euch in den Frühling! Ich bin so froh, dass die Tage wieder wärmer, bunter und vor allem heller werden. Ich liebe den Frühling. Meine absolute Lieblingsjahreszeit! ❤

Der Frühling hat so viel Schönes zu bieten. Die Natur und vor allem die leckeren Frühlingsboten. Ich kann es gar nicht mehr erwarten, wenn ich euch wieder Rezepte mit Spargel, frischem Spinat, Bärlauch, Rhabarber und meinen geliebten Erdbeeren vorstellen kann (naja, dafür dauert es noch ein bisschen). Aber freuen kann man sich ja schon einmal darauf.

Heute gibt es ein wirklich köstliches Fischgericht. Meine Eltern waren von meiner Kombination begeistert (ja ich natürlich auch).  Ein knusprig gebratenes Lachsforellenfilelt macht es sich auf einem cremigen Champignonrisotto gemütlich. Begleitet wird diese leckere Liasion noch von einer feinen Kernöl-Sauce (man könnte auch Kernöl-Schaum sagen). Und weil das alles noch nicht genug ist kommt noch ein knackiger Radieschensalat dazu.

Ich finde dieses Gericht passt perfekt in den Frühling. Es ist schön bunt und macht einfach Lust auf Genuss!

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Probiert es aus und holt euch den Frühling auf die Teller!

Hier das Rezept:

Zutaten: (für 4 Portionen)

  • 4 Lachsforellenfilets mit Haut
  • 2 Rosmarinzweige, 1 Thymianzweig
  • 2 Knoblauchzehen, in Scheiben
  • etwas Olivenöl
  • etwas Butter
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Risotto:

  • 400 g braune Champignons, geviertelt
  • 1/4 Stange Lauch, in feine Ringe geschnitten
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 250 g Risottoreis
  • 150  ml Weißwein
  • ca. 800 ml Gemüsebrühe (Bio-Qualität o. selbstgemacht)
  • 1 Handvoll gehackte Petersilie
  • 80 g Parmesan, frisch gerieben
  • 50 g Butter
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl zum Anbraten

Sauce:

  • 1 Schalotte, gehackt
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Obers
  • 1 EL Weißwein
  • 3 EL Kürbiskernöl
  • 1 TL Butter
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle:

Radieschensalat:

  • 1/2 Bund Radieschen
  • 2-3 EL Haselnussöl
  • 1-2 EL Zitronensaft
  • frisch gehackte Petersilie, Schnittlauch
  • etwas Fleur de Sel

Zubereitung: 

Für das Risotto:

Den Zwiebel und Knoblauch würfeln. Olivenöl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin glasig dünsten. Den Risottoreis zugeben und kurz mitbraten, bis er auch glasig ist. Mit etwas Salz würzen, mit dem Weißwein ablöschen und einkochen lassen. Jetzt immer nach und nach die heiße Gemüsebrühe angießen, leise köcheln lassen und gelegentlich rühren, bis es cremig ist (dauert ca. 15-20 Minuten). Die Pilze und Lauch in etwas Olivenöl ca. 4-5  Minuten stark anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Die gebratenen Pilze unter das Risotto mischen.

Das Risotto mit Salz und Pfeffer würzen. Petersilie, Parmesan und Butter unterrühren.

Jetzt gehts an den Fisch

Die Lachsforellenfilets von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen. Olivenöl mit etwas Butter in einer Pfanne erhitzen (nicht zu heiß). Kräuter und Knoblauch zugeben und kurz mitanschwitzen. Die Fischfilets mit der Hautseite in die Pfanne legen und ca. 5 Minuten knusprig anbraten. Während dem Braten immer wieder mit dem Öl-Buttergemisch begießen. Die Fischfilets einmal wenden und bei geringer Hitze fertig garen (das Fleisch soll noch schön glasig sein).

Für die Sauce

Schalotte fein hacken. Etwas Butter erhitzen und die Schalottenwürfel darin anbraten. Brühe und Obers angießen und einkochen lassen (ca. 5 Minuten). Weißwein, Kernöl zugeben und Butter zugeben. Die Sauce mit dem Pürierstab schaumig aufmixen.  Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren immer wieder schaumig aufmixen und auf den Schaum auf die Teller geben.

Für den Radieschensalat

Die Radieschen in feine Scheiben schneiden. Mit dem Öl, Zitronensaft, Kräuter und Salz mischen.

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Das gebratene Fischfilet auf dem Risotto anrichten. Mit dem Kernölschaum und den Radieschen servieren.

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Bon appétit, meine Lieben!

Lena ❤

 

 

Steirisches Glück zum Löffeln! Kürbiskernparfait mit Waldbeerenragout

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Steiermork, do  bin i her. Und i mog das G’fühl, dass i wo daheim bin, immer mehr. So meine Lieben heute habe ich eine unserer steirischen Lieblingsnachspeisen für euch. Ein Kürbiskernparfait, mit echten steirischen Bio-Kürbiskernen. So muss das ein!

Vor kurzem habe ich mit diesem Rezept bei einem tollen Blogevent mitgemacht und schwups hatte ich auch schon ein grandioses Überraschungspaket gewonnen. Zwischen vielen wunderbaren Bio-Produkten befanden sich auch zwei kg steirische Kürbiskerne. Ach, da habe ich mich gefreut und mir sofort köstliche Gerichte überlegt, wo ich die kecken Körndl einbauen kann.

Dieses Parfait kam mir gleich als ersters in den Kopf geschossen, da ich es schon relativ oft gezaubert habe und es uns immer wunderbar geschmeckt hat. Also ran ans Karamellisieren, Krokant hacken, Parfaitmasse aufschlagen und abfüllen. Dann ein paar Stunden Geduld aufbringen und schon kann das steirische Glück genossen werden.

Ich liebe meine steirische Heimat mit ihrer wunderbaren Natur und den vielen Köstlichkeiten, die es zu bieten hat. Mein ❤ gehört nun mal der Steiermark. Diese Nachspeise passt hervorragend zu einem aromatischen Beerenragout aber auch neben einem guten Schokokuchen macht es eine tolle Figur.

So ich überlege mir jetzt noch weitere Köstlichkeiten mit meinen Kürbiskernen, die müssen ja schließlich würdig verarbeitet werden. Also freut euch schon mal auf weitere grüne Speisen, die es bei mir auf die Teller schaffen werden.

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Falls ihr jetzt Lust auf mein grünes Parfait bekommen habt…..

Hier das Rezept:

Zutaten:

Für das Parfait:

  • 120 g Kürbiskerne
  • 100 g Zucker
  • 3 Eidotter
  • 50 g Staubzucker
  • 1/2 Vanilleschote, Mark
  • 1/2 Orange, Saft
  • 3 EL Kürbiskernöl
  • 400 g Obers

Für das Beerenragout:

  • 100 g Zucker
  • 200 ml Rotwein (ihr könnt ersatzweise aber auch Johannisbeersaft nehmen)
  • 150 ml Johannisbeersaft
  • 1 Zimtstange
  • 3 Sternanis
  • 3 Kardamomkapseln, leicht zerdrückt
  • 2 EL Vanillezucker
  • 1 Bio-Orange, Saft und Schale
  • 400 g gemischte Waldbeeren (können ruhig TK sein)
  • 2 TL Speisestärke (Maizena)

Zubereitung:

Für das Parfait den Zucker in einer Pfanne karamellisieren lassen. Die Kürbiskerne zugeben und darin glasieren. Die karamellisierten Kürbiskerne auf ein Backpapier geben und auskühlen lassen. Dann in feines Krokant hacken (mit dem Messer oder Moulinette).

Die Eidotter mit dem Staubzucker, Vanillemark und Orangensaft in eine große Metallschüssel geben und über Wasserdampf aufschlagen, bis es schön dick cremig ist. Dann nochmal kurz weiterschlagen, aber ohne Wasserdampft. Den Schlagobers cremig steif schlagen. Den Krokant mit dem Kürbiskernöl zu der aufgeschlagenen Eidottermasse geben und unterrühren. Zuletzt noch den geschlagenen Obers unterheben.

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Die Parfaitmasse in kleine Portionsförmchen (ich habe Silikon-Mini-Gugl-Förmchen genommen) oder eine lange Kastenform füllen (mit Frischhaltefolie auslegen). Das Parfait für mindestens 3-4 Stunden tiefkühlen.

Jetzt kochen wir unser Beerenragout.

Dafür zuerst den Zucker karamellisieren lassen. Mit Rotwein ablöschen und alles auf die Hälfte einkochen lassen. Die ganzen Gewürze (Zimt, Kardamom, Sternanis, Orangenschale), Vanillezucker und den Johannisbeersaft unterrühren und alles wieder auf die Hälfte einkochen lassen. Die Stärke mit etwas kaltem Wasser glatt rühren und die köchelnde Sauce damit leicht binden und noch einmal kurz aufkochen lassen. Zum Schluss geben wir die Beeren dazu.

Das Parfait mit dem Beerenragout servieren und genießen!

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Bon appétit, meine Lieben!

Lena ❤