Amore auf den ersten Biss! Cannoli mit Pfirsich-Ricottacreme

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Dolce da Italia!

Cannoli con crema di ricotta! ❤

Diese gefüllten Teigröllchen schmecken nach Urlaub und versetzen mich gleich wieder zurück ins schöne Italien.

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Als wir vor einigen Tagen in Rom waren, konnte ich an einer Pasticceria einfach nicht vorbeigehen. Mich lachten die hausgemachten Cannoli so sehr an, dass ich diese sofort probieren musste. „Un cannolo con crema di ricotta, per favore!“, sprudelte gleich aus mir. Ach am liebsten hätte ich ja gleich due oder tre Cannoli bestellt, aber man soll es ja nicht übertreiben (und die Figur etwas schonen).

rom45Wie dieser süße Laden heißt und was wir alles noch so in Italien erlebt haben, könnt ihr hier lesen.

Genüsslich biss ich in meinen Cannolo (natürlich hab ich auch meine Familie kosten lassen). Delizioso! Da war mir klar… wenn ich wieder daheim bin, werden Cannoli gezaubert!

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Cannoli sind eine süße Spezialität aus Sizilien (man bekommt sie aber fast überall im Süden Italiens). Das frittierte Gebäck soll es früher traditionell nur in der Fastenzeit gegeben haben (viiiel zu gut, das muss es das ganze Jahr über geben). Die Italiener füllen es mit Ricottacreme oder auch mit Pistaziencreme. Ich denke bei der Füllung kann man ruhig seinem Geschmack freien Lauf lassen und viele Kombination ausprobieren.

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Ich habe diese Cannoli mit einer frische, zitronigen Ricottacreme gefüllt, in der ich noch ein paar kleine Pfirsichstückchen geschmuggelt habe. Im Sommer mag ich es eben gerne fruchtig!

Man kann natürlich auch viele andere Früchte klein würfeln und unter die Creme mischen (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Mangos, Orangen, Äpfel, Birnen…). Man kann die Creme auch mit anderen Gewürzen (wie z.B. Zimt) verfeinern oder etwas geriebenen Marzipan und ein Schlückchen Amaretto reingeben.

Vor dem Füllen kann man die gebackenen Teigröllchen noch mit etwas geschmolzener Schokolade bestreichen. Und wenn man es ganz sündig haben möchte, füllt man eine Schokocreme in die Cannoli.

Ihr seht, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Zaubert eure eigenen Lieblings-Cannoli! Ich werde bestimmt noch einige Cannoli-Varianten ausprobieren…

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Die Zubereitung ist ein klein wenig aufwändig. Zuerst bereitet man den Teig zu und lässt ihn ein Weilchen im Kühlschrank ruhen. Dann wird dieser dünn ausgerollt und in Quadrate geschnitten. So jetzt brauchen wir  Cannoli-Formen. Das sind ganz einfache Röhren aus Edelstahl (ich habe unsere Schaumrollen-Röhren benutzt). Wenn ihr so in etwa 6-8 Rollen habt, reicht das vollkommen (man kann sowieso nicht alle auf einmal ausbacken, sondern portionsweise). Die Teigquadrate werden dann um die Formen gewickelt und in mehreren Durchgängen in heißem Öl rausgebacken. Bevor man die gebackenen Teigröllchen von den Formen wieder abzieht, unbedingt ein Minütchen abkühlen lassen (sonst verbrennt ihr euch eure Finger).

In den fertig gebackenen und ausgekühlten Röllchen wird dann die Creme hineingespritzt und die Enden werden nach Belieben mit Mandeln, Krokant oder gehackte Schokolade bestreut.

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Auch Lust auf Dolci?

Hier das Rezept:

Zutaten: (für ca. 20 Cannoli)

Für den Teig:

  • 80 g Butter
  • 30 g Zucker
  • 1 Ei
  • 50 ml Marsala
  • 1/4 TL Zimt
  • eine Prise Salz
  • 250 g Mehl
  • 1 Eidotter zum Bestreichen

Für die Creme:

  • 250 g Ricotta
  • 250 g Obers
  • Mark 1/2 Vanilleschote
  • Abrieb 1 Bio Zitrone
  • Saft einer halben Zitrone
  • 2-3 EL Zucker
  • 3 Pfirsiche
  • eine Handvoll Mandelblättchen, in einer Pfanne geröstet und grob gehackt

Zubereitung:

Für den Teig

  1. Die Butter zerlassen und abkühlen lassen.
  2. Mehl, Zucker, Ei, Wein, Zimt, Salz und Butter zu einem geschmeidigen Teig kneten (geht am besten in der Küchenmaschine). Teig in Folie wickeln und mindestens eine Stunde kühl stellen.
  3. Den Teig halbieren und eine Hälfte auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 3 mm dünn ausrollen und in Quadrate schneiden (ca. 10 mm lang).
  4. Die Formen leicht mit Butter einfetten. Die Teigquadrate (schräg – die Ecken zeigen nach oben und auf die Seiten) um die Formen herumlegen und einrollen. Dabei die überlappenden Teigenden mit etwas verquirltem Eidotter bestreichen und andrücken.
  5. Das Öl in einem Topf auf ca. 170°C erhitzen. Die Teigrollen darin portionsweise ins Öl geben und ca. 2-3 Minuten darin ausbacken (sie sollen leichte Bläschen bekommen und leicht braun sein). canolli3
  6. Die Röllchen mit einer Schaumkelle (oder zwei Gabeln herausnehmen), das Öl abtropfen lassen und auf Küchenpapier legen (gut abtupfen). Kurz abkühlen lassen und die Formen vorsichtig herausziehen.
  7. Mit der anderen Teighälfte genauso verfahren und die Röllchen ausbacken.

Für die Creme

  1. Obers cremig steif schlagen.
  2. Ricotta mit Zitronenabrieb, Zitronensaft, Zucker und Vanille verrühren.
  3. Pfirsiche in ganz kleine Würfelchen schneiden und ca. die Hälfte unter die Creme rühren. Zuletzt Obers unterheben.
  4. Die Creme in einen Spritzbeutel mit großer Lochtülle geben und in die gebackenen Teigrollen spritzen.canolli6
  5. Die gefüllten Canolli auf einer Platte anrichten, mit Puderzucker besieben und die Enden (wo die Creme rausschaut) mit Pfirsichstücken oder mit Mandeln bestreuen.
  6. Am besten gleich servieren (ansonsten kann man sie auch bis zu einem Tag im Kühlschrank aufbewahren).

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Buon appetito!

Lena ❤

 

 

 

Ein luftig, süßer Frühlingstraum! Rhabarber-Wähe

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Rhabarber ist ja einer meiner absoluten Frühlingslieblinge!

Die letzte Woche war bei uns sehr rhabarberlastig. Es gab diese unwiderstehlich köstliche Rhabarberwähe, Rhabarber Curd zu meinen Brioches und dann zauberte ich auch noch Holundercreme-Törtchen mit Rhabarber. Achja Zitroneneis mit Rhabarber-Erdbeer-Ragout gab es ja auch noch. Huch, ihr seht… der Rhabarber ist bei uns in der Küche ganz schön beliebt.

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Die Saison ist ja recht kurz, deswegen wird sie von uns in vollsten Zügen ausgenutzt und die zarten Stangen wandern in sehr viele Gerichte. Wir haben ja im Garten auch Rhabarber angepflanzt, aber irgenwie will der nicht größer werden (der fühlt sich denk ich nicht so wohl bei uns). Na gut, dann holen wir unseren Rhabarber eben vom Markt. Ich hoffe ja ganz stark, dass sich unsere Pflänzchen im Garten nächstes Jahr erbarmen und für uns wachsen.

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So jetzt zu dieser Rhabarberwähe. Kurz gesagt: schnell, ganz einfach gemacht und meeega lecker!

Ich habe meine Wähe in einer Tarteform gebacken. Ihr könnt aber auch jede andere runde Kuchenform oder ein tiefes Kuchenblech verwenden. Zuerst kommt der Blätterteig rein. Darauf platzieren wir unsere mit Zucker vermischten Rhabarberstücke.  Dann wird alles schön mit einem Ricotta-Eierguss übergossen… und schon gehts ab in den Ofen!  Ich sags euch der Duft der Durch die Küche strömt ist herrlich!

Nach dem Backen ist die Tarte luftig, weich und aromatisch. Am besten ihr lasst sie etwas abkühlen und serviert sie lauwarm mit etwas Obers oder Eis….. Ach der Frühling ist schon lecker! Was macht euren Frühling besonders köstlich? Habt ihr ein ganz besonders Lieblingsrezept im Frühling! Teilt es mir mit und seid bei meinem frühlingsfrischen Blogevent dabei!

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Hier das Rezept:

Zutaten: 

  • 250 g Ricotta
  • 120 ml Schlagobers
  • 3 Eier
  • 5 EL Zucker
  • Mark 1 Vanilleschote
  • 500 g Rhabarber
  • 1 Blätterteig
  • 1 Prise Salz
  • eine Handvoll Mandeln, geschält

Zubereitung:

Eine Tarteform oder ein kleines Kuchenblech mit Backpapier auslegen. Den Blätterteig darauf legen. Die Teigränder umklappen. Den Teigboden mit einer Gabel einstechen.

Rhabarber waschen und ca. 2 cm große Stücke schneiden, mit 2 EL Kristallzucker vermischen und gleichmäßig auf dem Teig verteilen.

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Ricotta, Schlagobers, Eier, Vanille, 3 EL Zucker und eine Prise Salz in eine Schüssel geben und verrühren. Den Guss gleichmäßig über den Rhabarber gießen. Die Mandeln darüber streuen.

Die Rhabarberwähe bei 190°C in den Ofen schieben und 35-40 Minuten goldbraun backen. Der Rand sollte hellbraun sein.

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Vor dem Servieren nach Belieben mit etwas Staubzucker besieben!

Dazu serviere ich noch gerne etwas geschlagenes Obers oder selbstgemachtes Eis.

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So lecker kann der Frühling sein!

Bon appétit,

Lena ❤