Ein guter Fang! Heilbutt mit Kartoffelkruste auf Rahmkohl und Cranberry-Sauce

heilbutt8 heilbutt6

Heute gibt es Fisch! Mit einer delikaten Kruste wird unser Heilbutt zu einem vorzüglichen Leckerbissen und eine feine Alternative zum Sonntagsbraten.

Dieses Gericht macht doch etwas Eindruck finde ich, ist aber in der Zubereitung ganz einfach und unkompliziert. Die Kartoffeln müsst ihr möglichst dünn hobeln, dann werden sie besonders knusprig und lecker. Die Kombination mit dem Rahmkohl und der Rotwein-Cranberry-Sauce ist einfach ein Gedicht.

Heilbutt kommt bei uns öfters auf den Tisch, da wir seinen Geschmack und die Konsistenz sehr gerne mögen. Meist bereite ich ihn mit einem Gewürzöl im Ofen zu. Da kann er dann bei niedriger Temperatur langsam glasig gar werden. Heute aber dachte ich mir kommt er mal in die Pfanne. Mit Kartoffeln belegt und dann schön knusprig gebraten… ein Traum! Ihr braucht keine Angst haben, dass die Kartoffelkruste nicht am Fisch bleibt. Das funktioniert wirklich super, da der Fisch ja vorher mit Eidotter bestrichen wird und beim Anbraten haften die Kartoffeln sehr schön am Fisch. Nur etwas Vorsicht beim Umdrehen, dann kann nichts mehr schief gehen.

heilbutt3

Auch Lust auf ein köstliches Fischgericht….

Hier das Rezept:

Zutaten:

Für die Sauce:

  • 1 rote Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1  1/2 EL Zucker
  • 350 ml Rotwein (ich nehme gerne etwas Portwein)
  • eine Handvoll frische Cranberries
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 TL Maizena
  • 60 g Butter, kalt
  • 1 EL Olivenöl

Für den Rahmkohl:

  • 1/2 Kohlkopf
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • ca. 100 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Obers
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle, Muskat
  • 1/2 Bio-Zitrone, Abrieb
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Maizena

Für den Fisch:

  • 4 schöne Stücke Heilbuttfilet (ohne Haut und Gräten), à 150 g  (ihr könnt aber auch Kabeljau nehmen)
  • 7-8 kleine Kartoffeln (festkochend)
  • 1 Eidotter
  • etwas Zitronensaft
  • 2 Thymianzweige
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle, Chiliflocken
  • 3-4 EL Öl zum Braten

Zubereitung:

Für die Sauce

Die fein gewürfelte Zwiebel in Öl glasig dünsten. Mit Zucker bestreuen, etwas karamellisieren lassen und mit Wein ablöschen. Bei kleiner Hitze ca. 15 Minuten einkochen lassen (soll noch ca. 150 ml übrig sein). Die Cranberries zugben und fünf Minuten leicht mitköcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit etwas angerührter Stärke binden. Zum Schluss (kurz vor dem Servieren) die Butte Stück für Stück unter die warme Sauce rühren.

Für den Rahmkohl

Kohl in Rauten schneiden und mit Knoblauch im Öl andünsten (ca. 5 Minuten). Brühe und Obers angießen und zugedeckt bei kleiner Hitze ca. 15 Minuten garen. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Zitronenabrieb würzen. Mit etwas angerührter Stärke binden.

Für den Fisch

Die Kartoffeln schälen und in ganz dünne Scheiben hobeln (1 mm). Fisch abbrausen, trocken tupfen und mit Salz, Pfeffer, Thymianblättchen und etwas Zitronensaft würzen. Eine Filetseite gut mit Eidotter bestreichen und die Kartoffelscheiben schuppenartig auflegen und andrücken.

heilbutt1

Öl in einer großen Pfanne erhitzen und den Fisch auf der Kartoffelseite bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten lang knusprig braten. Vorsichtig wenden und weitere 2 Minuten braten. Den Fisch zum Schluss noch mit etwas Meersalz und Pfeffer würzen und mit dem Kohl und der Sauce servieren.

heilbutt5

heilbutt2

Bon appétit, meine Lieben!

Lena ❤

 

 

 

 

 

 

 

Werbung

Vive la France! Mein Coq au vin mit Kartoffel-Pastinaken-Gratin

coqauvin12

Bonjour, mes chéries! Wie ihr ja schon wisst liebe ich die französische Küche und ganz besonders ein gutes Coq au vin.  Kennt ihr Coq au vin?  Hühnchen in Rotweinsauce ist ein klassisches Rezept der französischen Landhausküche aus dem Burgund und einfach sooo lecker! Für meine Familie und mich ist es eigentlich schon ein Festessen, da es nicht einfach mal so auf den Tisch kommt und schon etwas Aufwand und Hingabe erfordert.

Langsam in Rotwein geschmort entwickelt das Hühnchen einen herrlich intensiven Geschmack und in diese Sauce könnte ich mich reinlegen. Sooo gut!  Vive la France! ❤

Was braucht ihr dafür? Zunächst einmal etwas Zeit, gute Zutaten und natürlich ganz viel Liebe bei der Zubereitung. Bei einem Coq au vin muss ja ein Teil der Zubereitung schon am Vorabend erfolgen, da das Geflügel mind. 12 Stunden in der Marinade eingelegt werden muss. Also eine gute Vorbereitung ist gefragt, aber wie ich immer so gerne sage… es lohnt sich!

Als Beilage habe ich diesmal ein herrlich, herbstliches Kartoffel-Pastinaken-Gratin serviert. Die Kombination war wirklich sehr köstlich! Gerne mache ich aber auch Polentaschnitten, kleine Baguetteknödel oder einfach Nudeln dazu. Was ihr am liebsten mögt!

Es ist ein wunderbares Schmorgericht, bei dem die ganze Küche dann herrlich duftet. Ein tolles Gericht für besondere Tage (wir essen es auch sehr gerne um die Weihnachtszeit herum).  Das Huhn darf langsam schmurgeln und wird wirklich herrlich zart.

Achja noch was wichtiges: Da “der Coq au vin” lange köchelt, verdunstet der Alkohol. Also keine Sorge für Kinder,  schwangere und die stillende Mamis, ihr könnt auch ruhig zugreifen.

Ich habe dieses Gericht schön öfters gekocht und herumprobiert, bis ich endlich ganz zufrieden war. So ich präsentiere euch heute mein Coq au vin, wie wir es lieben. Viel Vergnügen damit!

coqauvin8

Hier mein Coq au vin Rezept: (für 4 Personen)

Zutaten:

  • 2-3 Hühnerbrüste mit Haut
  • 2-3 Hühnerkeulen mit Haut (gute Qualität ist wichtig und ihr könnt auch ein ganzes Hühnchen selbst zerteilen)
  • ca. 1 l Rotwein (muss nicht unbedingt ein teures Tröpfchen sein – aber schön rot und kräftig)
  • 2 Lorbeerblätter
  • ein paar Pfefferkörner , Wachholderbeeren und Nelken
  • 2 Rosmarin und Thymianzweige
  • 2 rote Zwiebeln, geviertelt
  • 3-4 Karotten, in Scheiben geschnitten
  • 1/4 Sellerieknolle, in Würfel geschnitten
  • Öl zum Anbraten
  • Salz und Pfeffer
  • ca. 2 TL Maizena, zum Binden

für das Portwein-Gemüse:

  • 10 Schalotten
  • 250 g braune Champignons
  • 2 EL Zucker
  • 200-250 ml Portwein
  • 1 kleine Zimtstange
  • 1 Thymianzweig
  • Salz und Pfeffer
  • etwas kalte Butter

Für das Gratin:

  • 3-4 große Kartoffeln
  • 2 Pastinaken
  • 150 ml Milch
  • 100 ml Obers
  • 2 Knoblauchzehen, in Scheiben geschnitten
  • 1 Rosmarinzweig, gehackt
  • 2 Handvoll geriebenen Bergkäse
  • ein paar Butterflöckchen
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Einen Tag vorher:

600 ml vom Rotwein mit den Lorbeerblättern, Pfefferkörner, Wacholderbeeren, Rosmarin/Thymianzweige und den geviertelten Zwiebeln in einen Behälter geben (am besten mit Deckel). Das Fleisch darin einlegen und ca. 12 Stunden (oder auch etwas länger) marinieren lassen.

Am Tag der Zubereitung:

Das Fleisch aus der Marinade nehmen, gut trocken tupfen und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

In einem gr0ßem Schmortopf (oder einer großen hohen Pfanne) Öl erhitzen. Die Hühnerteile mit der Hautseite hineingeben und kräftig darin anbraten (ca. 10 Minuten). So die Hautseite sollte jetzt gut gebräunt sein.  Das Fleisch umdrehen und das Gemüse (Karotten, Sellerie) zugeben. Alles nochmal gut anrösten lassen (ca. 5 Minuten)

coqauvin2 - Kopie

Die Marinade durch ein Sieb in einen Topf gießen und aufkochen lassen. Den Schaum der aufsteigt gut abschöpfen.  Dann das Fleisch mit dem aufgekochten Rotwein und dem restlichen Rotwein aus der Flasche begießen (wenn euch das zu viel Rotwein ist, könnt ihr einen Teil durch Brühe ersetzen, aber ich mache es gerne nur mit Rotwein). Die Zwiebeln und die Gewürze aus der Marinade noch mit in den Topf geben.

coqauvin6 - Kopie

Jetzt alles ca. 1 Stunde lang bei kleiner Hitze schmoren lassen.

Für das Gratin:

coqauvin3 - Kopie

Die Kartoffeln schälen und in feine Scheiben schneiden (ich mache das gerne mit der Brotschneidemaschine). Die Pastinaken schälen und ebenfalls in feine Scheiben schneiden. Die Milch mit dem Obers, Knoblauch, Rosmarin aufkochen und mit Salz und Pfeffer würzen. Ein kleine Auflaufform mit Butter befetten. Die Kartoffel und Pastinakenscheiben abwechselnd bis zum Rand in die Form schichten (dazwischen immer wieder mit etwas Salz und Pfeffer würzen). Zum Schluss die Milch-Obersmischung darübergießen.

coqauvin4 - Kopie

Mit dem geriebenen Käse bestreuen und ein paar Butterflöckchen darauf verteilen. Das Gratin bei 190°C ca. 1 Stunde lang backen.

Für das Portwein-Gemüse:

Den Zucker in einer kleinen Pfanne karamellisieren lassen. Die Schalotten und die Champignons (ganz lassen) zugeben und im Karamell schön glasieren (ca. 5 Minuten).

coqauvin5 - Kopie

Mit dem Portwein ablöschen, Zimtstange und Thymian zugeben. Jetzt alles schön einreduzieren lassen (ca. 20 Minuten). Mit Salz und Pfeffer würzen und ganz zum Schluss mit etwas kalter Butter binden.

Jetzt machen wir unser Coq au vin fertig!

Das Fleisch aus dem Rotwein heben und auf eine Teller legen. Die Sauce mit einem Stabmixer grob pürieren (ein paar Karotten und Selleriestücke vorher herausnehmen) und dann durch ein Sieb geben (das solltet ihr wirklich machen, um eine feine Sauce zu bekommen). Die Sauce wieder zurück in den Topf geben und aufkochen lassen (nach Belieben kann man noch etwas Rotwein zugeben). Die Sauce mit Salz und Pfeffer gut abschmecken und die Karotten und Selleriestücke wieder zugeben.  Maizena mit 2 EL Rotwein glatt rühren und die Sauce damit binden. Die Sauce noch einmal kurz köcheln lassen und dann das Fleisch wieder in der Sauce erwärmen.

coqauvin7 - Kopie

Et voilà, fertig ist unser Coq au vin!  So jetzt geht’s ans Anrichten.

Das Gratin mit einem Metallring (oder Glas) in runde Portionen ausstechen und auf den Tellern verteilen. Das Fleisch daraufgeben und großzügig mit der Sauce begießen. Zum Schluss die glasierten Portwein-Schalotten-Champignons darüber geben.

coqauvin16

coqauvin9

Bon appétit, meine Lieben!

Lena ❤