Dreikönigskuchen aus Frankreich! Galette des Rois au chocolat

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Bonjour meine Lieben! Heute habe ich ein Traditionsgebäck aus Frankreich für euch. Während bei Vielen nach der Weihnachtszeit Schluss ist mit Schlemmen, wird das Dreikönigsfest in Frankreich mit einem üppigen Kuchen gefeiert. Als wir vor einigen Tagen noch durch Lyon geschlendert sind, haben wir diese Galettes des Rois in wirklich allen Patisserien bewundern können. Ich glaube in Frankreich feiert wohl keine Familie diesen Tag ohne eine Galette des Rois. So ist es uns zumindest vorgekommen. Sooo viele Galettes waren überall in der Stadt verteilt und so schön zu betrachten.

Die Besonderheit dieses Kuchens ist, dass man in der Füllung eine “Fève”  (eine kleine Figur aus Porzellan oder auch eine saubere Münze) versteckt . Derjenige, der diese Fève in seinem Stück Kuchen findet wird für den Tag zum König genannt. Ich finde diese Tradition wirklich entzückend, besonders für Kinder. ❤

Heute am Dreikönigstag musste ich diese Galette des Rois gleich mal nachbacken und ich glaube, dass sich diese Tradition auch bei uns durchsetzen wird. Natürlich kann man diesen Kuchen auch an jedem anderen Tag backen und genießen.

Es gibt so einige Varianten dieser Galette.  Ich hab mich für eine Variante mit Schokolade als Füllung entschieden. Die Zubereitung ist wirklich trés, trés simple und geht ganz schnell. Also perfekt für einen Feiertag, wo man gerne die Zeit mit der Familie verbringt.

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Hier das Rezept:

Zutaten: (für eine Galette ca. 20 cm)

  • 1 Blätterteigrolle
  • 1 Eidotter und 1 EL Milch zum Bestreichen
  • eine Fève (eine kleine Porzellanfigur oder eine saubere Münze)

Für die Creme au Chocolat :

  • 2 Eidotter
  • 2 EL  Zucker
  • 125 ml Milch
  • 1/2 EL Maizena
  • 1 EL Kakao
  • 50 g Schokolade

Für die Mandel-Masse :

  • 70 g gemahlene Mandeln
  • 30 g Butter
  • 1 EL Zucker
  • 1 TL Zimt
  • 1 kleines Ei

Zubereitung:

Für die Creme au Chocolat die Eidotter mit Zucker hellcremig schlagen. Maizena  und  Kakao untermixen.  Die Milch erhitzen und dann die Kakao-Masse einrrühren. Das Ganze in einen Topf bei schwacher Hitze so lange rühren  bis es dickflüssig wird. Gehackte Schokolade unterrühren. Etwas abkühlen lassen.

Für die Mandelmasse die Butter mit dem Zucker und Zimt cremig rühren. Das Ei und die Mandeln unterrühren.

Die Mandelmasse mit der Schokocreme verrühren.

Die Blätterteig-Rolle ausbreiten. Mit einer Form ( Teller , Tortenring …) zwei Kreise (ca. 18-20 cm)  ausschneiden.

Einen Blätterteig-Boden auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Die Creme in der Mitte verteilen (die Fève darauf geben).
Denkt daran einen Rand von ca.  3 bis 4 cm zu lassen.

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Dann die zweite Teigrolle darüberlegen und die Ränder gut festdrücken. Ihr könnt mit den Fingern oder der Gabel ein schönes Muster hineindrücken. Den Teig mit dem verquirlten Eidotter+Milch bestreichen.

Ich habe dann noch aus den Blätterteigresten Herzen ausgestochen und auf der Galette platziert. Nochmal mit bestreichen und mit etwas Zucker bestreuen.galette2

Die Galette bei 180°C ca. 30 Minuten backen, bis sie schön goldgelb und knusprig ist.

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Für eine große Galette einfach zwei Blätterteigplatten nehmen. Wenn mehr Leute zu Besuch kommen braucht ihr einen groooßen Kuchen.

Ich habe dann noch eine zweite Variante dieser Galette für euch.  Mit Frangipane à la Pomme (Mandel-Apfel-Creme). Dafür braucht ihr  250 g Apfelmus (selbstgemacht), 120 g Mandeln gemahlen, 100 g Zucker, 2 Eier, 70 g weiche Butter und etwas Zimt. Die Zubereitung ist ganz gleich, nur eine andere Füllung kommt rein. Einfach wieder Butter mit Zucker und Zimt cremig rühren, Eier dazu und zum Schluss Mandeln und Apfelmus.

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Habt noch einen schönen Dreikönigstag!

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Bon appétit, meine Lieben!

Lena ❤

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Zauberhafte Kekse! Eisenbahner mit Erdbeermarmelade

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Weihnachtszeit ist Kekszeit. Na klar! So langsam geht aber auch bei mir die Keksbackzeit zu Ende. Ein paar Kreationen mit Schokoganache und anderen Cremen stehen noch aus. Aber die meisten Kekserl sind schon gut in ihren Dosen aufgehoben und werden nach und nach geleert.

Ich verzaubere diesmal meine Liebsten mit köstlichen Eisenbahner.  Kennt ihr Eisenbahner? Falls nicht, dann passt gut auf. Dieses Weihnachtsgebäck gehört bei mir einfach jedes Jahr dazu. Die kleinen Schnittchen sind als schon ein Traditionsgebäck geworden, das nicht mehr fehlen darf. ❤

Es besteht aus einem Mürbteig, der nach dem Backen in Streifen geschnitten wird. Dann werden je zwei Streifen mit Marmelade zusammengeklebt. Darauf kommt eine Marzipanmasse, die schön abgeflämmt wird. Zum Schluss wird alles mit Marmelade aufgefüllt und in Schnittchen geschnitten.

Tolle Farbe, toller Geschmack.  Ich mache sie am Liebsten mit guter Erdbeermarmelade, aber ihr könnt auch gerne Himbeer-oder Ribiselmarmelade nehmen.

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Hier das Rezept:

Zutaten:

Für den Teig:

  • 200 g Mehl
  • 50 g Staubzucker
  • 140 g Butter
  • 1 EL Vanillezucker
  • Abrieb 1/2 Bio-Zitrone
  • eine Prise Salz
  • 250-300 g Erdbeermarmelade (fein passiert)

Für die Makronenmasse:

  • 200 g Marzipanrohmasse, inkleine Stücke zerteilt
  • 1 EL Staubzucker
  • 1 EL weiche Butter
  • 1 Eiklar

Zubereitung:

Für den Teig alle Zutaten zu einem Mürbteig verkneten. In Folie wickeln und ca. 1 Stunde kühl stellen.

Teig ca. 3mm dick zu einm Rechteck ausrollen (am besten gleich auf einem Backpapier). Dann bei 170° ca. 10-12 Minuten lang backen.

Mürbteig in ca. 4 cm breite Streifen schneiden. Es sollen insgesamt 8-10 Streifen sein.

Die Hälfte der Mürbteigstreifen mit Erdbeermarmelade bestreichen und mit den restlichen Streifen zusammenkleben. Kühl stellen.

Für die Makronenmasse alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Mixer glatt rühren.

Die Masse in einen Spritzsack füllen. Am Rand des zusammengeklebten Mürbteigs Streifen aufdressieren. Die Masse trocknen lassen.

Dann mit einem kleinen Bunsenbrenner die Makronenmasse leicht abflämmen, bis die Makronenmasse eine schöne Färbung hat (oder ihr könnt es auch im Rohr bei 250°C kurz backen). Auskühlen lassen.

Den Zwischenraum mit heißer Erdbeermarmelade auffüllen (ich gebe die Marmelade in einen kleinen Gefrierbeutel und spritze sie hinein).

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Wenn die Marmelade fest ist, in ca. 2 cm breite Schnittchen schneiden.

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Bon appétit, meine Lieben!

Lena ❤

 

Zopf-Liebe! Brioche-Striezel mit Bratapfel-Cranberry-Marmelade

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Heute ist Allerheiligen und da gibt es bei uns ganz traditionell jedes Jahr einen Striezel. Natürlich selbst gezaubert mit ganz viel Liebe und Gefühl. ❤ Der gehört einfach dazu! Ohne einen Striezel geht’s einfach nicht finde ich.  Wie seht ihr das? Gibt es bei euch auch immer einen leckeren Striezel zu Allerheiligen?

Früher bekam man ihn ja immer von den Taufpaten geschenkt aber da ich ja jetzt schon groooß bin, backe ich mir meinen Striezi selbst. Wie ihr ja schon mitbekommen habt, liebe ich Germteiggebäcke und einem schönen Striezel kann ich sowieso nie widerstehen. Außen leicht knusprig und innen schön weich und buttrig. Dann noch mit Butter und meiner selbstgemachten Marmelade bestreichen und der Genuss ist perfekt!

Falls ihr noch nie einen Striezel selbst gemacht habt, keine Angst! Es ist total simpel und geht schnell von der Hand. Wir machen einen einfachen, feinen Briocheteig, den wir nach dem Gehen zu sechs Strängen formen und dann miteinander zu einem Zopf verflechten. Das Flechten erscheint vielleicht etwas kompliziert, aber es ist ein ganz einfacher Ablauf dahinter. Also am Flechten kanns nicht scheitern!

Die Marmelade habe ich heute spontan dazu gezaubert, da Mama frische Cranberries nach Hause gebracht hat und ich sofort etwas damit machen wollte. Die Kombination mit Äpfeln und Zimt ist einfach wunderbar für die Jahreszeit und ein toller Begleiter für meinen Striezi.

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So ich streich mir jetzt mal meinen Striezel und genieß den Tag!

Hier das Rezept:

Zutaten:

Für den Briocheteig:

  • 500 – 550 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Butter
  • 200 ml Milch
  • 80 g Zucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 1 Würfel Germ
  • 1 Ei
  • 3 Eidotter
  • 1/2 Bio-Zitrone, Abrieb (nach Belieben)
  • 1 Ei zum Bestreichen
  • eine Handvoll Mandelblättchen, zum Bestreuen
  • eine Handvoll Hagelzucker, zum Bestreuen

Für die Marmelade (2 Gläser):

  • 800 g Äpfel, geschält und gewürfelt
  • 1 Handvoll frische Cranberries
  • 2 EL Zucker
  • 1 Bio-Orange, Saft und etwas Abrieb
  • 2 TL Zimt
  • 300 g Gelierzucker (2:1)
  • 2 EL Rum
  • 1 EL Honig

Zubereitung:

Für den Briochteig

Das Mehl mit dem Salz in eine große Schüssel geben. Die Butter zerlassen, Milch, Zucker, Vanillezucker, Zitronenabrieb, Germ und Eier (und Dotter)  unter die lauwarme Flüssigkeit rühren. Dann das Mehl mit den flüssigen Zutaten gut verkneten (am besten mit der Küchenmaschine). Dann den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und noch einmal mit den Händen zu einer glatten Kugel kneten. Den Teig zurück in die leicht befettete Schüssel geben und zugedeckt ca. 50-60  gehen lassen.

Den aufgegangen Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, zu einem Rechteck flach drücken und dieses in 6 gleich große Stücke teilen.

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Diese zu Strängen formen (einfach in die Länge ziehen). Die Enden sollten etwas dünner sein und zusammengedrückt.

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So jetzt geht’s ans Striezel flechten!

Wir nehmen zuerst den zweit äußersten Strang von rechts und legen ihn über alle Stränge. Dann nehmen wir den äußersten Strang von rechts und legen ihn über zwei Stränge (also in die Mitte). Das wiederholen wir mit der linken Seite. Also zweit äußersten Strang von links über alle Stränge und äußersten Strang von links über zwei Stränge.

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Diesen Vorgang so oft wiederholen, bis der Striezel fertig geflochten ist. Die Enden umklappen und unter den Striezel legen. Den Striezel nun vorsichtig auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.

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Den Striezel nochmals zugedeckt ca. 30 Minuten lang gehen lassen.

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Den aufgegangen Striezel mit verquirltem Ei bestreichen und mit Mandelblättchen und Hagelzucker bestreuen.

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Den Striezel bei 170°C ca. 40-45 Minuten lang backen. Er soll schön goldbraun sein. Abkühlen lassen und in Stücke schneiden.

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Für die Marmelade

Den Zucker in einer großen Pfanne leicht bräunen lassen. Die Äpfel und die Cranberries zugeben und bei geringer Hitze karamellisieren lassen. Mit dem Zimt bestäuben und mit Orangensaft und Abrieb verfeinern. Jetzt den Gelierzucker, Rum und Honig zugeben. Alles mischen und unter Rühren ca. 5 Minuten leicht sprudelnd köcheln lassen.

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Die Marmelade in Gläser abfüllen.

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Bon appétit, meine Lieben!

Ich wünsche euch ein schönes und leckeres Allerheiligen!

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Lena ❤