Süsse Mehlspeisenküche! Buchteln mit Ingwer-Marillen und Vanille-Kardamom-Sauce

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Buchteln – ein Klassiker in der süßen Mehlspeisenküche! ❤

Meine liebe Uroma war schon eine wahre Meisterin im Buchteln backen und hat ihre Liebe zu diesem Handwerk an meine Mama und mich weitergegeben. Meine Familie ist ganz verrückt nach guten, fluffigen Buchteln und die Prachtstücke sind immer gern am Kaffeetisch gesehen!

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Ein altmodisches Rezept, das aber bis heute nichts an Schönheit verloren hat.

Diese neue Variante mit den pochierten Ingwer-Marillen und der Vanille-Kardamom-Sauce wird euren Geist und Gaumen verzaubern.

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Klassisch werden bei uns die Buchteln aber auch mit guter Marillenmarmelade gefüllt und gebacken (mein Bruder und mein Papa mögen auch die gefüllte Variante mit Nutella sehr gerne). Also füllt die Buchteln nach Lust und Laune oder gebt unter den Buchteln eine aromatische Obstschicht.

Aber eins ist bei uns immer am Start: eine gute Vanillesauce! Mit oder ohne Kardamom ist euch überlassen – cremig und aromatisch soll sie sein.

Für diesen süßen Zauber hab ich am Wochenende zum ersten Mal mein neues Gmundner Geschirr ausgepackt. Meine Familie und ich sind wieder einmal hin und weg und unser Kaffeetisch erstrahlt im neuen blumigen Glanz.

Meine liebe Schwägerin Sandra und ich sind ganz verliebt in das Streublumen Design und schlürfen ab sofort unseren täglichen Kaffee aus der hübschen Cappuccino-Tasse. So kann der Tag nur gut und blumig starten!

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So wie die Buchteln ein Klassiker in der Mehlspeisenküche sind , so sind die Streublumen ein wahrer Klassiker in der Keramikwelt von Gmundner! Also wie ihr seht, haben sich heute zwei bezaubernde österreichische Klassiker vereint und ein wunderbares Zusammenspiel am Tisch ist entstanden.

Ich hab mich ja ganz besonders in den Streublumen Krug verguckt und würde diesen am liebsten gar nicht mehr aus meinen Händen geben. Man kann ihn wunderbar als hübsche Blumenvase benutzen oder auch für die Vanillesauce ist der Krug einfach perfekt.

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Bei mir befinden sich ja immer (wirklich immer) hübsche Blümchen am Esstisch. Einfach weil ich’s so schön find und es mich glücklich macht!

Und jetzt darf ich meinen Liebsten auch noch Kaffee und Kuchen auf Blümchen-Geschirr servieren. Was für ein Glück!

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Lasst uns buchteln!

Hier das Rezept:

Zutaten:

Für die Buchteln: 

  • 5oo g Weizenmehl
  • 30 g Germ
  • 100 g Butter
  • 250 ml Milch
  • 80 g Zucker
  • 2 Eier
  • Abrieb 1/2 Bio Zitrone
  • 1/2 TL Vanille, gemahlen
  • eine Prise Salz
  • Butter für die Form und zum Bestreichen

Für die Marillen:

  • 20 Marillen
  • 1 EL fein geschnittener Ingwer
  • 200 g Zucker
  • 200 ml Wasser
  • 2-3 Thymianzweige, Blättchen abgezupft
  • 1/4 TL Vanille, gemahlen

Für die Vanille-Kardamom-Sauce:

  • 500 ml Milch
  • 2 Eidotter
  • 2-3 TL Maizena
  • 60 g Zucker
  • 1 TL Vanille, gemahlen
  • 3 Kardamomkapseln

Zubereitung:

Buchteln

  1. Mehl in eine große Rührschüssel geben.
  2. Butter schmelzen, Milch zugeben und lauwarm erhitzen. Germ darin auflösen.
  3. Milchmischung, Eier, Zucker, Vanille, Zitronenabrieb und Salz zum Mehl geben.
  4. Zu einem glatten, geschmeidigen Teig abschlagen (nach Bedarf noch ein bisschen Mehl zugeben).
  5. Den Teig auf einer Arbeitsfläche noch einmal mit den Händen durchkneten.
  6. Den Teig zugedeckt ca. 40-50 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Marillen

  1. Wasser mit Zucker und Ingwer aufkochen lassen und 5 Minuten leicht köcheln.
  2. Marillen halbieren und entkernen. Marillen mit Vanille und Thymian in den heißen Sirup legen und 10-15 Minuten ziehen lassen.
  3. Abkühlen lassen.
  4. Eine große Form (oder zwei kleinere) mit Butter ausstreichen und die Marillen aus dem Sud heben und am Boden verteilen.

Buchteln formen und backen

  1. Den Teig auf eine Arbeitsfläche stürzen und in Portionen von je ca. 50 g aufteilen. Diese zu runden Bällchen formen und auf die Marillen in die Form setzen.
  2. Erneut ca. 20 Minuten gehen lassen.
  3. Die Buchteln mit flüssiger Butter bestreichen und bei 180°C ca. 40 Minuten lang backen, bis sie schön goldgelb sind.
  4. Etwas abkühlen lassen und vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Sauce

  1. Milch mit den Kardamomkapseln und Vanille in einem Topf erwärmen, etwas ziehen lassen und aufkochen.
  2. Eidotter mit Zucker und Maizena cremig verrühren. Sobald die Milch aufgekocht ist, die Eidottermischung unterrühren.
  3. Unter ständigem Rühren so lange erwärmen, bis die Sauce eine cremige Konsistenz hat.
  4. Die Buchteln noch warm mit der Sauce servieren.

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Habt ein schönes, süßes Wochenende! ❤

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Bon appétit, meine Lieben!

Lena ❤

 

 

Oh du süsser Winter! Germknödel mit Vanillesauce

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Der lang ersehnte Schnee ist endlich da und es ist kalt, kalt, kalt! Ja der Winter hat zugeschlagen und lässt uns ganz schön zittern. Ich liebe es ja, wenn draußen frostige Temperaturen herrschen und ich mich schön in meine Kuscheldecke einwickeln kann. ❤

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So und weil es so schön kalt ist, kommen diese warmen Germknödel gerade richtig auf unsere Teller. Germknödel sind bei uns im Winter immer wieder gerne gesehen. Als wir vor einigen Jahren in unseren jährlichen Skiurlaub gefahren sind, freute sich die kleine Lena immer schon auf das tägliche Essen in der Skihütte. Und was bestellte ich mir da am Liebsten: Germknödel!  Klar waren diese Knödel nicht selbstgemacht, aber zufrieden und vor allem fit für die Piste haben die Knödel mich allemal gemacht.

Germknödel werden traditionell mit zerlassener Butter serviert. Wir bevorzugen allerdings die Variante mit reichlich Vanillesauce. Und nicht vergessen: eine große Portion Mohn-Zuckergemisch….mmmmmh!

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Selbst gemachte Germknödel sind ein wahrer Mehlspeisengenuss…. und ganz nebenbei weit weniger Arbeit, als man annimmt.

Ein bisschen Arbeitszeit und etwas Geduld beim Aufgehen des Germteiges ist gefragt. Schon haben wir den Skiihüttenklassiker schlechthin am Teller. Ein fluffiger und kööööstlicher Knödel! Und vor allem besser als alles, was ihr irgendwo im Kühlregal finden könntet. Also ran an die Germknödel!

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Na auch in Knödellaune?

Hier das Rezept:

Zutaten: (für etwa 8-10 Knödel)

Für die Knödel:

  • 1/2 Würfel Germ
  • 220 ml Milch, lauwarm
  • 450 g Mehl
  • 1/4 TL Salz
  • 50 g Staubzucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 60 g weiche Butter
  • Schale 1/2 Bio Zitrone

zum Füllen:

  • 1/2 Glas Powidl

zum Bestreuen:

  • 150 g Mohn
  • etwa 80 g Staubzucker

Für die Vanillesauce:

  • 3 Eidotter
  • 400-500 ml Milch
  • 1 EL Maizena
  • 2 EL Zucker
  • Mark 1 Vanillschote
  • 1 EL Amaretto (nach Belieben)

Zubereitung:

Knödelteig

  1. Germ zerbröseln und mit der lauwarmen Milch verrühren. Mit etwa 150 g vom Mehl vermengen.
  2. Das Damplf etwa 20 Minuten gehen lassen.
  3. In der Zwischenzeit das Ei mit dem Zucker, Vanillezucker, Zitronenschale und Sals schaumig rühren.
  4. Mit dem Dampfl und dem restlichen Mehl gut vermengen.
  5. Die weiche Butter unterkneten (evtl. noch etwas Mehl untermengen).
  6. Den Teig mindestens 30 Minuten gehen lassen.

Jetzt geht’s ans Formen

  1. Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck (ca. 20x30cm) ausrollen.
  2. Ca. 8-10 Quadrate schneiden, jeweils mit 1 gehäuften Teelöffel füllen.
  3. Die Teigränder mit Wasser bestreichen und die Ränder gut zusammendrücken.
  4. Teigstücke zu Knödel formen. Mit der Naht nach unten auf ein leicht bemehltes Blech legen und mit einen Küchentuch abdecken.
  5. Knödel mindestens 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Jetzt geht’s ans Kochen/Dämpfe

Möglichkeit 1:

  1. In einem großen Kochtopf reichlich gesalzenes Wasser aufkochen. Hitze etwas reduzieren.
  2. Knödel nahe dem Siedepunkt in mehrern Etappen (nicht mehr als 3-4 Knödel in einem Topf) einlegen. Mit fast geschlossenem Deckel bei geringer Hitze ca. 7-9 Minuten garen.
  3. Knödel umdrehen und weitere 5-6 Minuten garen.
  4. Germknödel mit einem Lochschöpfer aus dem Wasser heben, gut abtropfen und sofort mit einem Holzspieß einige Male einstechen (so verhindern wir, dass die Knödel zusammenfallen).

Möglichkeit 2:

  1. Die Knödel ab in den Dampfgarer bei 100°C für ca. 20 Minuten.

Für die Sauce

  1. Die Eidotter mit 4 EL der Milch, Zucker und Maizena glatt rühren.
  2. Restliche Milch mit Vanillemark aufkochen.
  3. Mit einem Schneebesen die Eidottermischung hineinrühren und alles unter ständigem Rühren einmal aufkochen, bis es leicht eindickt.
  4. Nach Belieben Amaretto unterrühren.

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Die Knödel auf Teller anrichten, mit der Sauce begießen und mit ordentlich Mohn-Zuckergemisch bestreuen!

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Bon appétit, meine Lieben!

Lena ❤

 

 

Lasst uns strudeln! Sommer-Topfenstrudel mit Vanillesauce

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Meine Familie und ich lieben Strudel! ❤ Selbstgemacht natürlich!

Heute habe ich mir einen fruchtigen Sommerstrudel für euch ausgedacht. Eine fluffige Topfenfülle und viele frische Früchtchen (Kirschen, Marillen, Ribisel und Himbeeren) verstecken sich im Strudel. Eine tolle süße Hauptspeise, die glücklich macht!

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Strudelteig ausziehen konnte meine liebe Uromi schon perfekt und sie hat es meiner Mama und mir zum Glück vererbt. Schon seit vielen Jahren sind wir wahre Strudelteig-Meisterinnen.

Strudel gilt ja schon fast als österreichisches Nationalgericht. So ein klassischer Apfelstrudel (hmm wieso hab ich euch unseren Apfelstrudel noch gar nicht vorgestellt?), ein Zwetschkenstrudel oder der feine Topfenstrudel –  so gut! Ach wir lieben die Strudelküche!

Dass man heutzutage Strudelteig bereits fertig kaufen kann, ist ja eine wahre Wonne. Aber wenn ihr einen Strudel für jemanden bäckt, den ihr besonders gerne habt, dann sollte man den Strudelteig auch einmal selbst ausziehen, um sein Herz nicht nur in die Fülle, sondern auch in die hauchdünne Hülle zu legen.

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Natürlich gibt es so einige Dinge, die man beim Strudelteig zaubern, beachten muss. Meine allerersten Strudelteigversuche vor ca. acht Jahren waren nicht gerade grandios (ich hab ewig lange geknetet und das Ausziehen wurde zur Herausforderung). Jetzt ist das alles gar kein Problem mehr und ich mache den Strudelteig so nebenbei. Es braucht einfach nur etwas Erfahrung und dann ist es ganz einfach und macht Spaß. Meine Mama habe ich vor Jahren auch schon überzeugt und sie macht all ihre köstlichen Strudel mit selbstgemachtem Teig. Es geht schnell, kostet nichts und macht dazu noch glücklich und zufrieden! Na was will man mehr?

Hier sind ein paar wertvolle Tipps:

  • Für Strudelteig nur Universal oder glattes Mehl verwenden.
  • Der Teig muss unbedingt mindestens 30 Minuten rasten, damit er sich entspannt und sich der Kleber im Teig entfalten kann.
  • Ein großes Strudeltuch verwenden und genügend Platz an der Arbeitsfläche schaffen.
  • Teig zuerst auswalken, dann behutsam mit bemehltem Handrücken unter den Teig greifen und nach und nach immer dünner auf die gewünschte Größe ausziehen.
  • Die Fülle immer nur im unteren Drittel der Teigfläche auftragen. Rand frei lassen.
  • Dicke äußere Teigränder wegschneiden.
  • Immer mithilfe des Strudeltuches den Strudel einrollen.
  • Strudeltuch mit dem Strudel an beiden Enden hochheben und vom Tuch auf das Blech oder in die Form gleiten lassen.

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So natürlich braucht unser Strudel noch eine süße Begleitung…. Wer würde sich da besser anbieten als die feine Madame Vanillesauce! Sauce à la vanille ist ganz schnell und einfach gezaubert. Selbstgemachte Vanillesauce geht also ganz flott und schmeckt einfach herrlich. Da könnte man sich reinlegen, glaubt mir. Die Sauce macht den Strudel einfach perfekt… da löffelt man sich mit Genuss durch den Teller.

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Wollt ihr auch ein bisschen „strudeln“?

Hier das Rezept:

Zutaten:

Für den Strudelteig:

  • 200 g Weizenmehl (Universal oder glatt)
  • 3 EL Öl (z.B. Rapsöl)
  • 100-120 ml lauwarmes Wasser
  • eine Prise Salz
  • Mehl zum Ausarbeiten

Für die Füllung:

  • 300 g Topfen
  • 125 g Sauerrahm
  • 3 Eier, getrennt
  • 3-4 EL Staubzucker
  • 60 g Kristallzucker
  • Mark 1 Vanilleschote
  • Abrieb 1 Bio Zitrone
  • 2 EL Maizena (oder Vanillepuddingpulver)
  • 4-5 Marillen, entsteint, gewürfelt
  • eine Handvoll Kirschen, entsteint
  • eine Handvoll Ribisel
  • eine Handvoll Himbeeren
  • eine Handvoll Amarettinikekse
  • zerlassene Butter zum Bestreichen

Für die Vanillesauce:

  • 3 Eidotter
  • 400 ml Milch
  • 1 EL Maizena
  • 2 EL Zucker
  • Mark 1 Vanillschote
  • 1 EL Amaretto (nach Belieben)

Zubereitung:

Für den Strudelteig

  1. Mehl mit Salz, Öl und Wasser zu einem seidig, glatten Teig verkneten (die exakte Wassermenge ist vom Klebergehalt des Mehl abhängig, eventuell etwas Wasser zugeben).
  2. Teig zu einer Scheibe formen und auf einen leicht geölten Teller legen. Mit etwas Öl bestreichen und zugedeckt ca. 30-60 Minuten rasten lassen.strudel1
  3. Ein Strudeltuch mit  Mehl bestäuben. Teig mit Mehl bestäuben und etwa 1 cm dick auswalken.
  4. Den Teig mit den Handrücken zur gewünschten Größe ausziehen.strudel2strudel4
  5. Strudelteig mit etwas zerlassener Butter bestreichen.

Für die Fülle

  1. Topfen mit Sauerrahm, Eidotter, Staubzucker, Vanille, Zitronenabrieb und Maizena verrühren.
  2. Eiklar mit Zucker steif schlagen und unterheben.
  3. Die Fülle im unterem Drittel des Strudelteiges auftragen. Die Früchte gleichmäßig darauf verteilen, mit Amarettini bestreuen.strudel5
  4. Dicke äußere Teigränder mit einem Messer wegschneiden. Seitenlängen einschlagen und den Teig mithilfe des Strudeltuches eng einrollen.strudel6strudel7strudel8
  5. Den Strudel auf ein Bleche gleiten lassen oder in eine große Wannenform (das mache ich gerne, da der Strudel dann seine Form schön behält).strudel9
  6. Den Strudel mit zerlassener Butter bestreichen und bei 180° C ca. 45-50 Minuten backen.

Für die Sauce

  1. Die Eidotter mit 4 EL der Milch, Zucker und Maizena glatt rühren.
  2. Restliche Milch mit Vanillemark aufkochen.
  3. Mit einem Schneebesen die Eidottermischung hineinrühren und alles unter ständigem Rühren einmal aufkochen, bis es leicht eindickt.
  4. Nach Belieben Amaretto unterrühren.

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Strudel in Stücke schneiden und mit der Vanillesauce servieren!

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Bon appétit, meine Lieben!

Lena ❤