Lasst es krachen! Süsse Weihnachten mit Croquembouche

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Croqueembouche – es kracht im Mund! ❤

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Mit ein bisschen Fantasie könnt ihr diesen süßen Turm aus Krachgebäck auch als kleinen Weihnachtsbaum sehen. Er ist doch fast zu schön, um ihn zu verspeisen!

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Ein Croquembouche, was übersetzt so viel wie „Krachen im Mund“ bedeutet, ist ein herrlich dekadenter, hoch aufragender Turm aus mit Creme gefüllten Profiteroles, die durch ein Spinnennetz aus Karamellfäden zusammengehalten werden. Da haben sich die Franzosen wieder einmal etwas Grandioses einfallen lassen.

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Croquembouche ist also eine französische Spezialität, die eigentlich zu Hochzeiten gezaubert wird. Ich finde aber, sie eignet sich perfekt für die Weihnachtsfeiertage oder für eine rauschende Silvesterparty! Da schnappt sich jeder ein (oder zwei, drei…) Stückchen und feiert glücklich weiter!

Obwohl wenn ich eines Tages einmal heiraten werde, könnte ich mir diesen süßen Hochzeitsturm schon ganz gut vorstellen. Dann werden natürlich noch einige Krapferl mehr gebacken und der Turm wird noch viel, viel höher gestapelt. Ach das wäre ein Träumchen!

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Die Zubereitung ist nicht schwer, nur ein ganz klein wenig aufwändig. Zuerst müssen einmal viele kleine Brandteigkrapferl gebacken werden. Dann zaubern wir unsere Füllungen. Ich habe mich für drei verschiedene Füllungen (Vanille, Maroni und Schoko)  entscheiden. So ist es immer eine kleine Überraschung, wenn man in ein Krapferl beißt.

Ihr könnt natürlich auch nur eine Creme zaubern und alle Krapferl damit füllen (dann einfach die Menge verdreifachen).

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Dieser Turm ist ja ohnehin sehr wandelbar und man könnte seiner Fantasie freien Lauf lassen. Die Creme kann man nach Lust und Laune variieren (im Frühling macht sich eine leicht Fruchtcreme sicher ganz gut oder mit Kaffeegeschmack.. mmmmhh…). Anstatt des Karamells könnte man auch geschmolzene Schokolade nehmen und den Turm damit zusammenbauen. Dann als Deko noch schöne Blümchen draufsetzen.. Ach ich glaube ihr merkt es schon – es wird bald eine weitere Croqueembouche-Variante geben.

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Mir macht die Zuckerdeko ja immer ganz besonders viel Spaß. Da kann man sich schön damit beschäftigen und den Zucker spinnen lassen. Dabei müsst ihr immer aufpassen, dass ihr den Karamell nicht zu hoch erhitzt, sonst verbrennt er euch leicht und schmeckt bitter. Also immer nur leicht warm machen, bis er gerade so zähflüssig ist, dann lässt er sich auch prima um den Turm spinnen. Aber immer gut aufpassen, denn der Karamell ist seeeehr heiß! Nicht, dass ihr euch noch eure Fingerchen verbrennt!

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Lasst es krachen, meine Lieben!

Hier das Rezept:

Zutaten (für 2 kleine oder einen großen Turm):

Für den Brandteig:

  • 300 ml Wasser
  • 150 g Butter
  • eine Prise Salz
  • 2 EL Zucker
  • 225 g Mehl
  • 6 Eier

Vanillecreme:

  • 200 g Mascarpone
  • 150 g Obers
  • 1/2 TL Vanille gemahlen
  • 2-3 EL Zucker
  • etwas Zimt, nach Belieben

Maronencreme:

  • 200 g Mascarpone
  • 3-4 EL gesüßte Maronencreme (z.B. von Bonne Maman oder Clement Faugier)
  • 150 g Obers
  • Abrieb 1/2 Bio Orange

Schokoganache:

  • 150 g Obers
  • 150 g Schokolade
  • Abrieb 1/2 Bio Orange
  • 1 EL Orangenlikör

Karamell:

  • 300 g feiner Kristallzucker
  • 100 ml Wasser

Zubereitung:

Für den Brandteig

  1. Das Wasser mit der Butter, Salz und Zucker aufkochen lassen.
  2. Das Mehl auf einmal zugeben und mit dem Kochlöffel einrühren. Solange rühren, bis sich eine weiße Schicht am Boden bildet.
  3. Den Teigklumpen in eine Schüssel umfüllen.croque23
  4. Nacheinander jedes Ei gründlich einzeln mit dem Mixer unterrühren (der Teig soll jetzt schön geschmeidig sein).croque22
  5. Den Teig in einen Spritzbeutel füllen und kleine Tupfen (ca. 3 cm) auf ein Backblech spritzen.croque21
  6. Im vorgeheiztem Rohr bei 190°C ca. 20 Minuten lang backen, bis sie schön aufgegangen und goldbraun sind, dann bei 170° weitere 10 Minuten backen (während des Backens die Ofentür ja nicht aufmachen, da die Krapferl sonst vor lauter Schreck in sich zusammenfallen).
  7. Die Krapferl abkühlen lassen.

Für die Schokoganache

  1. Obers aufkochen.
  2. Über die gehackte Schokolade gießen und schmelzen lassen.
  3. Orangenabrieb und Orangenlikör unterrühren.
  4. Zugedeckt mindestens 5-6 Stunden kühl stellen.

Für die Vanillecreme:

  1. Mascarpone mit Zucker, Vanille und Zimt glatt rühren.
  2. Obers cremig steif schlagen und unterrühren.

Für die Maronencreme

  1. Mascarpone mit Maronencreme und Orangenabrieb glatt rühren.
  2. Obers cremig steif schlagen und unterrühren.
Jetzt geht’s ans Füllen und ans Zusammensetzen!
  1. Die Cremes nacheinander in einen Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle füllen und die Windbeutel von der Seite einstechen und mit der Creme füllen. Je ein Drittel der Windbeutel mit der jeweiligen Creme füllen.croquejpg
  2. Sobald die Windbeutel mit der Creme gefüllt sind, diese im Kühlschrank zwischenlagern.
  3. Für den Karamell Zucker mit Wasser in eine Pfanne geben, erhitzen und so lange köcheln, bis der Karamell hellbraun ist (das dauert etwa 6-8 Minuten).
  4. Vom Herd nehmen und leicht abkühlen lassen (1 Minute).croque2
  5. Die Krapferl mit der Unterseite in den Karamell tunken und kreisförmig auf eine Kuchenplatte setzen. Nach oben hin immer etwas schmaler werden, bis wir an der Spitze angekommen sind (da ist es gut, wenn ihr zügig arbeitet, sonst wird der Karamell schnell wieder fest – dann heißt es wieder warm machen…)
  6. Für das Karamellnetz einen Löffel in den Karamell tunken und um den Windbeuteltannenbaum kreisen lassen, mit dem restlichen Karamell fortfahren, bis der ganze Turm mit Karamell umhüllt ist.

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Den fertigen Turm am allerbesten in den nächsten 1-6 Stunden vernaschen. Ich schätze viel länger, wird so ein süßer Croquembouche ohnehin nicht überleben!

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Ich wünsche euch ein wunderbares Weihnachtsfest und schöne Festtage mit ganz viel Liebe und Leckereien! Habt eine besinnliche Zeit mit euren Liebsten!

Eure Lena ❤

 

 

Bonjour Paris! Saint Honoré Torte mit Birnen und Nougatcreme

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Eine wirklich schöne Torte, oder nicht?  Den Saint-Honoré  finden wir in guten Patisseries in Frankreich, wie die Eclairs, Madeleines und Mille -feuilles. Er besteht aus Windbeutelteig und Pâte feuilletée (Blätterteig).

Grundlage ist eigentlich ein Boden aus Mürbteig (bei mir heute als moderne Variante gibt es Blätterteig) mit einem aufgebrachten Rand aus Brandteig. Der Rand wird mit gefüllten und karamellisierten Profiteroles besetzt (sieht dann fast wie eine Krone aus).  Bei mir wird sie dann noch mit einer leckeren Nougatcreme und einem Birnenkompott gefüllt (klassisch würde eine Vanillecreme daraufkommen, aber da die Profiteroles schon damit gefüllt sind zaubere ich lieber noch eine schöne Nougatcreme). 

Die Torte wurde nach dem Heiligen Honorius benannt, dem Schutzpatron der Bäcker (jetzt wissen wir das auch).  Man kann natürlich auch kleine Saint Honoré Törtchen backen (bekommt man meist in den französischen Patisseries).

Da meine Mama und ich morgen einen Abstecher nach Paris machen (wir freuen uns schon so sehr), musste vorher noch eine typische süße, französische Spezialität gezaubert werden.  Ich habe mich ja schon lange in die Stadt Paris verliebt und nun ist es endlich Zeit meine Mama auch in den Genuss dieser köstlichen Stadt zu bringen. ❤ Wir werden ganz viele Patisserien, Boulangeries und Bistros erkunden.

Mal schauen, ob wir dort auch so ein leckeres Stückchen von einer Saint-Honoré Torte bekommen.

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Hier das Rezept:

Zutaten:

  • 1 Rolle Blätterteig
  • 1 EL Vanillezucker

für den Brandteig:

  • 125 ml Wasser
  • 25 g Butter
  • 1 EL Zucker
  • eine Prise Salz
  • 90 g Mehl
  • 3 Eier
  • 1 1/2 TL Backpulver

für das Birnenkompott:

  • 250 ml Birnensaft
  • 2 EL Vanillezucker
  • Abrieb 1/2 Bio-Zitrone
  • 1/2 TL Kardamom
  • 1/2 TL Zimt
  • 30 g Maizena
  • 3 Birnen

für den Vanillepudding:

  • 500 ml Milch
  • 1 1/2 Päckchen Vanille-Puddingpulver
  • Mark 1/2 Vanilleschote
  • 3 EL Zucker

für die Nougatcreme:

  • 100 g Nougat
  • 50 ml Milch
  • 5 Blatt Gelatine
  • 2 EL Amarettolikör
  • 2 EL Zucker
  • 500 g Schlagobers
  • 150 g Zucker, für den Karamell und die Zuckerfäden

Zubereitung:

Den Blätterteig auf eine runde Tortengröße zuschneiden (ca. 26 cm). Mit einer Gabel mehrmals einstechen und mit dem Vanillezucker bestreuen.

Für den Brandteig das Wasser mit der Butter, dem Zucker und Salz aufkochen. Das Mehl aufeinmal zugeben und mit einem Kochlöffel einrühren. Abbrennen lassen (bis es ein schöner, glatter Teigball wird und ein weißer Belag am Topfboden zu sehen ist). Den Brandteig in eine Schüssel umfüllen und kurz abkühlen lassen. Jetzt nacheinander die Eier untermixen. Zum Schluss das Backpulver untermixen.  Den Brandteig in einen Spritzbeutel mit glatter Tülle füllen und kleine Windbeutel auf ein Blech spritzen (ca. 12-15 Stück).

Die übrige Masse in Ringen auf den Blätterteig spritzen.

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Bei 180°C ca. 30 Minuten lang backen. Auskühlen lassen.

Für das Kompott den Birnensaft aufkochen lassen. Etwas Birnen saft mit Maizena verrühren, in den kochenden Saft einrühren, bis es eindickt. Die Birnenwürfel unterrühren und 1-2 Minuten köcheln lassen. Mit Zitronenabrieb, Zimt und Kardamom verfeinern. Vollständig abkühlen lassen.

Für den Vanillpudding die Milch aufkochen und das angerührte Puddingpulver mit dem Zucker, Vanillemark einrühren. Unter Rühren Pudding dicklich köcheln lassen. Pudding abkühlen lassen.

Für die Nougatcreme den Nougat mit der Milch erwärmen, bis es geschmolzen ist. Die eingeweichte Gelatine darin auflösen. Amarettolikör und Zucker unterrühren. Schlagobers steif schlagen und unter den Nougat heben.  Die Masse für einige Minuten kalt stellen.

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So jezt geht’s ans Zusammensetzen!

Den Blätterteig-Brandteigboden auf eine Tortenplatte setzen.  Die Windbeutel mit dem Vanillepudding füllen (einfach mit dem Spritzbeutel hineinspritzen). Den übrigen Pudding und das Birnenkompott zwischen den Brandteigringen verteilen.

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Die Nougatcreme als Tupfen aufspritzen.

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Die Windbeutel auf die Torte setzen (Rand und die Mitte).

Die Torte für ca. 2-3  Stunden kühl stellen.

Für die Karamellfäden den Zucker nach und nach karamellisieren lassen. Vom Herd nehmen und zu einer zäh fließenden Konsistenz abkühlen lassen. Eine Gabel mehrmals eintauchen und dünne Fäden über die Windbeutel spinnen (erfordert etwas Übung).

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Jetzt ist unser Saint-Honoré bereit zum Servieren und Genießen.

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Ich hoffe, ich habe euch wie immer ein bisschen inspiriert…. und nicht zu sehr erschreckt (da es etwas aufwändig erscheint).  Naja , die Mühe ist es sicherlich wert.

So ich mache jetzt mal ein Päuschen, begebe mich nach Paris und wandere dort auf kulinarischen Spuren. Ich bin in ein paar Tagen wieder mit neuen Rezepten für euch da.

Alles Liebe und ein schönes Wochenende!

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Bon appétit et gros bisous!

Lena ❤