Oh du süsser Winter! Germknödel mit Vanillesauce

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Der lang ersehnte Schnee ist endlich da und es ist kalt, kalt, kalt! Ja der Winter hat zugeschlagen und lässt uns ganz schön zittern. Ich liebe es ja, wenn draußen frostige Temperaturen herrschen und ich mich schön in meine Kuscheldecke einwickeln kann. ❤

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So und weil es so schön kalt ist, kommen diese warmen Germknödel gerade richtig auf unsere Teller. Germknödel sind bei uns im Winter immer wieder gerne gesehen. Als wir vor einigen Jahren in unseren jährlichen Skiurlaub gefahren sind, freute sich die kleine Lena immer schon auf das tägliche Essen in der Skihütte. Und was bestellte ich mir da am Liebsten: Germknödel!  Klar waren diese Knödel nicht selbstgemacht, aber zufrieden und vor allem fit für die Piste haben die Knödel mich allemal gemacht.

Germknödel werden traditionell mit zerlassener Butter serviert. Wir bevorzugen allerdings die Variante mit reichlich Vanillesauce. Und nicht vergessen: eine große Portion Mohn-Zuckergemisch….mmmmmh!

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Selbst gemachte Germknödel sind ein wahrer Mehlspeisengenuss…. und ganz nebenbei weit weniger Arbeit, als man annimmt.

Ein bisschen Arbeitszeit und etwas Geduld beim Aufgehen des Germteiges ist gefragt. Schon haben wir den Skiihüttenklassiker schlechthin am Teller. Ein fluffiger und kööööstlicher Knödel! Und vor allem besser als alles, was ihr irgendwo im Kühlregal finden könntet. Also ran an die Germknödel!

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Na auch in Knödellaune?

Hier das Rezept:

Zutaten: (für etwa 8-10 Knödel)

Für die Knödel:

  • 1/2 Würfel Germ
  • 220 ml Milch, lauwarm
  • 450 g Mehl
  • 1/4 TL Salz
  • 50 g Staubzucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 60 g weiche Butter
  • Schale 1/2 Bio Zitrone

zum Füllen:

  • 1/2 Glas Powidl

zum Bestreuen:

  • 150 g Mohn
  • etwa 80 g Staubzucker

Für die Vanillesauce:

  • 3 Eidotter
  • 400-500 ml Milch
  • 1 EL Maizena
  • 2 EL Zucker
  • Mark 1 Vanillschote
  • 1 EL Amaretto (nach Belieben)

Zubereitung:

Knödelteig

  1. Germ zerbröseln und mit der lauwarmen Milch verrühren. Mit etwa 150 g vom Mehl vermengen.
  2. Das Damplf etwa 20 Minuten gehen lassen.
  3. In der Zwischenzeit das Ei mit dem Zucker, Vanillezucker, Zitronenschale und Sals schaumig rühren.
  4. Mit dem Dampfl und dem restlichen Mehl gut vermengen.
  5. Die weiche Butter unterkneten (evtl. noch etwas Mehl untermengen).
  6. Den Teig mindestens 30 Minuten gehen lassen.

Jetzt geht’s ans Formen

  1. Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck (ca. 20x30cm) ausrollen.
  2. Ca. 8-10 Quadrate schneiden, jeweils mit 1 gehäuften Teelöffel füllen.
  3. Die Teigränder mit Wasser bestreichen und die Ränder gut zusammendrücken.
  4. Teigstücke zu Knödel formen. Mit der Naht nach unten auf ein leicht bemehltes Blech legen und mit einen Küchentuch abdecken.
  5. Knödel mindestens 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Jetzt geht’s ans Kochen/Dämpfe

Möglichkeit 1:

  1. In einem großen Kochtopf reichlich gesalzenes Wasser aufkochen. Hitze etwas reduzieren.
  2. Knödel nahe dem Siedepunkt in mehrern Etappen (nicht mehr als 3-4 Knödel in einem Topf) einlegen. Mit fast geschlossenem Deckel bei geringer Hitze ca. 7-9 Minuten garen.
  3. Knödel umdrehen und weitere 5-6 Minuten garen.
  4. Germknödel mit einem Lochschöpfer aus dem Wasser heben, gut abtropfen und sofort mit einem Holzspieß einige Male einstechen (so verhindern wir, dass die Knödel zusammenfallen).

Möglichkeit 2:

  1. Die Knödel ab in den Dampfgarer bei 100°C für ca. 20 Minuten.

Für die Sauce

  1. Die Eidotter mit 4 EL der Milch, Zucker und Maizena glatt rühren.
  2. Restliche Milch mit Vanillemark aufkochen.
  3. Mit einem Schneebesen die Eidottermischung hineinrühren und alles unter ständigem Rühren einmal aufkochen, bis es leicht eindickt.
  4. Nach Belieben Amaretto unterrühren.

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Die Knödel auf Teller anrichten, mit der Sauce begießen und mit ordentlich Mohn-Zuckergemisch bestreuen!

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Bon appétit, meine Lieben!

Lena ❤

 

 

Unser wärmendes Wohlfühlgericht! Tartiflette

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Habt ihr es auch schon bemerkt? Es schneit! Ja wir haben endlich wieder Schneee! Zwar ein paar Wochen zu spät aber immerhin. So da habe ich gleich Lust auf ein wärmendes Wohlfühlgericht bekommen. Da hab ich an eine französische Tartiflette gedacht. Kennt ihr Tartiflette? Nein…Dann wird es höchste Zeit meine Lieben. Tartiflette ist ein typisch französisches Wintergericht aus den Alpen. Bei uns könnte man auch Käse-Kartoffel-Auflauf sagen, aber Tartiflette klingt doch viiiel schöner! ❤

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Die Franzosen essen die Tartiflette gerne im Skiurlaub. Da ist es ein Muss, heißt es! Ich kann mir schon denken wieso das so ist. Die Tartiflette ist sooo lecker und dazu noch sehr sättigend und verleiht einem fleißigen Skifahrer ganz viel Kraft. So wir sind nun keine Skifahrer, aber diese Tartiflette ist auch für uns ein kulinarisches Muss. Von den Kalorien wollen wir mal gar nicht reden, aber ich hab gleich mal eine große Schüssel frischen Salat dazu gezaubert. Da kann man es schon als gesund bezeichnen. Dieses Gericht tut vor allem der Seele gut! Na, und das ist doch wichtig in der brrrrr… kalten Jahreszeit.

Dieses Gericht ist mit einem schönen cremigen Käse zubereitet: le Reblochon! Bei uns ist dieser Käse in gut sortierten Supermärkten leicht erhältlich, aber falls ihr keinen bekommt könnt ihr auch einen anderen Weichkäse nehmen (z.B. Brie). Jedoch empfehle ich nach einem Reblochon Ausschau zu halten.

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Le Reblochen stammt aus den Savoyer Alpen. Der Rohmilch-Käse besitzt ein kräftiges Aroma mit einem leicht nussigen Geschmack. Mein Liebster und ich lieben ihn! Uns ist es nach dem Verspeisen dieses Auflaufs gleich wieder warm und wohlig geworden.

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Die Zubereitung ist wirklich wieder einmal trés simple. Vorgekochte Kartoffeln werden in Scheiben geschnitten. Zwiebel werden angebraten (normalerweise mit Speck – ich habe ihn aber weggelassen – da mein Liebster ja ein Veggie ist). Dann wird mit Weißwein abgelöscht, eingekocht und mit Crème fraîche verfeinert. Die ganze Geschichte wird dann in Auflaufförmchen gegeben (ich habe kleine Förmchen benutzt – ihr könnt aber auch eine große Auflaufform nehmen). So und zu guter Letzt kommt unser Reblochon als Deckel darauf. Ab in den Ofen, bis der Käse schön geschmolzen und leicht goldbraun wird.

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Et voilà fertig ist unsere Tartiflette!

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Ist es euch auch kalt und braucht ihr ein wärmendes Wohlfühlgericht?

Hier das Rezept:

Zutaten: (für etwa 4 Portionen)

  • 7-8 mittelgroße Kartoffeln
  • 3 rote Zwiebel
  • 1 Bund Jungzwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 100  Speck, gewürfelt (könnt ihr aber auch weglassen)
  • 150 ml Weißwein
  • 125 g Créme fraîche
  • 250-300 g Reblochon (ersatzweise könnt ihr einen kräftigen Brie nehmen)
  • etwas Butter zum Ausfetten
  • etwas Olivenöl zum Anbraten
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • 2 Zweige frischer Thymian

Zubereitung:

  1. Die Kartoffeln mit Schale kochen (aber nicht ganz weich kochen). Die Kartoffeln abkühlen lassen und schälen. In Scheiben schneiden.
  2. Die roten Zwiebel in Streifen schneiden. Die Jungzwiebel mit dem Grün in Scheiben schneiden. Knoblauch hacken.tartiflette2
  3. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Alles darin anschwitzen – ca. 5 Minuten (ein paar Jungzwiebel übrig lassen).  Mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen. Mit Weißwein ablöschen und etwas einreduzieren lassen. Die Pfanne vom Herd nehmen und Crème fraîche einrühren. Noch einmal kräftig abschmecken und die Kartoffelscheiben untermischen.
  4. Die Mischung in leicht bebutterte Förmchen einfüllen (dazwischen gebe ich noch ein paar rohe Jungzwiebelscheiben).tartiflette5
  5. Den Käse halbieren und in schön dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben als Krönung darauf platzieren.tartiflette6
  6. Jetzt nur noch ca. 30 Minuten bei 190°C backen (bis der Käse schön geschmolzen ist und schon über die Form läuft).  Miiiam da läuft mir das Wasser schon wieder im Mund zusammen.
  7. Dazu am besten eine große Schüssel frischen Salat servieren!

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Bon appétit, meine Lieben!

Habt es schön warm!

Lena ❤